Österreich | Sport 

Fischer nimmt ÖOC-Sportler in Schutz

Von Apa | 11.08.2012 - 11:58

In die Diskussionen um das schlechte Abschneiden der österreichischen Olympia-Mannschaft in London hat sich am Samstag auch Bundespräsident Heinz Fischer eingeschaltet und die Sportler in Schutz genommen.

Fischer nimmt ÖOC-Sportler in Schutz

Das Staatsoberhaupt fordert präzise Analysen. Bild: SN/apa (neubauer)

"Bei der Verabschiedung des österreichischen Olympiateams am 16. Juli in der Wiener Hofburg habe ich gemeint, dass unsere Freude über Erfolge bei olympischen Wettbewerben riesengroß sein würde, aber auch Niederlagen oder Misserfolge nicht übermäßig dramatisiert werden sollten", erinnerte Fischer. Die Zahl der Medaillen sei "mit Sicherheit kein Maßstab für die Qualität einer Gesellschaft", das habe sich auch bei den heurigen Sommerspielen in London ganz deutlich gezeigt.

"Natürlich haben wir gehofft, dass die rot-weiß-rote Fahne bei der einen oder anderen Siegerehrung gehisst wird. Das ist nicht gelungen und ich bin überzeugt, dass die betroffenen Sportlerinnen und Sportler, die mit Sicherheit ihr Bestes gegeben haben, darüber am meisten betroffen sind", verteidigte Fischer die von Kritikern teilweise als Olympia-Touristen bezeichneten Athleten. "Es wäre unfair, übertriebene Erwartungen vor den Spielen durch übertriebene Kritik an den Sportlerinnen und Sportlern nach den Spielen zu kompensieren."

Fischers Lösungsvorschlag in der Diskussion: "Was wir jetzt brauchen, sind nicht gegenseitige Schuldzuweisungen, sondern eine präzise Analyse von Stärken und Schwächen, kluge Reformen, harte Arbeit und Zuversicht - mit einem Wort eine sportliche Gesinnung bei allen Beteiligten."

 
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KOMMENTARE (1)
 

Johannes Brunner

12.08.2012
11:58 Uhr

Fischer nimmt ÖOC-Sportler in Schutz: Danke Hr. Bundespräsident für die klaren Worte. Ja, die Sportler und deren engsten Betreuer geben mit Sicherheit ihr Bestes und die beteiligten selbst sind am meisten betroffen! Ja, für die Zukunft werden sie aus den Erfahrungen Veränderungen in Ihrem individuellen Vorbereitungsprogramm durchführen! Ja, das Personen, die mit den Sportlern am wenigsten zu tun haben, am lautesten nach Veränderungen schreien. Würden sich unsere Spitzensportler in diesem Umfeld auf Sportereignisse vorbereiten, sie würden nicht einmal Mittelmaß erreichen. Ja, die Rahmenbedingungen müssen sich ändern-Trainingsmöglichkeiten und gezielte Sportlerförderungen müssen auf eine Elite abgestimmt & zugespitzt sein.

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