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Österreich | Sport

Reform: Red Bull Juniors dürfen nicht im Cup antreten

Von Nikolaus Klinger | Aktualisiert vor 104 Tagen

Pokal-Reform: Bereits ab der nächsten Saison soll im ÖFB-Cup nur noch eine Mannschaft pro Verein spielberechtigt sein. Duelle wie das diesjährige Viertelfinale zwischen Red Bull Salzburg und seinen Juniors wird es dann nicht mehr geben.

Bereits ab der kommenden Saison sollen Amateurteams wie die Red Bull Juniors im ÖFB-Cup nicht mehr spielberechtigt sein.  Bild: SN/GEPA pictures

Tradition allein macht noch keinen prestigeträchtigen Bewerb: Obwohl der erstmals 1919 ausgetragene ÖFB-Cup als einer der ältesten Pokalwettbewerbe Europas gilt, führt der Cup im österreichischen Fußball nur ein Schattendasein. Der Zuschauerzuspruch ist gering, für die Vereine ist der heimische Pokal mehr lästiges Beiwerk als ein ernstzunehmender Wettbewerb. 2008 wurde der ÖFB-Cup überhaupt ausgesetzt, um dem rot-weiß-roten Nationalteam eine bessere Vorbereitung auf die Heim-EM zu ermöglichen.
Vereinsinterne Duelle wie im Jahr 2010, als Rekordmeister Rapid in der zweiten Runde auf seine eigene Amateurmannschaft traf, kratzen zusätzlich am angestaubten Image des ÖFB-Cups. Damit soll nun Schluss sein: Bereits ab nächster Saison soll jeder Verein nur noch eine Mannschaft im Bewerb stellen dürfen, berichtet das Internetportal "90minuten". Amateur- und 1b-Mannschaften werden dann nicht mehr spielberechtigt sein. Schon im März sollen die genauen Reformpläne präsentiert werden. "Wir wollen den Cup so attraktiv wie möglich machen", wird ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig zitiert. Letzter Anstoß für die Reform dürfte die Auslosung des heurigen Cup-Viertelfinales sein. Dort trifft Ende April Vizemeister Salzburg im Red-Bull-internen Duell auf seine Amateurmannschaft aus der Westliga.

"Völliger Schwachsinn"

Im Lager der Red Bull Juniors ist man daher auch wenig erfreut über die Reformgedanken des ÖFB: "Das ist völliger Schwachsinn und sportlich einfach schade", sagt Juniors-Trainer Peter Hyballa im SN-Gespräch. Die Reform würde seinen Spielern die Chance verwehren, gegen Teams aus der Bundesliga anzutreten. Was Hyballa besonders sauer aufstößt: "Wir dürfen nicht in die Erste Liga aufsteigen und jetzt werden wir auch noch vom Cup ausgeschlossen - wo sollen meine Jungs so Spielpraxis auf hohem Niveau bekommen?"
Vereinsinterne Cup-Duelle hält freilich auch Hyballa für wenig sinnvoll: "Ein Spiel gegen die eigene Mannschaft ist einfach Lospech. Da muss man sich einfach was bei der Auslosung überlegen."

Debatte: Sinnvolle Reformpläne?

Was halten Sie von den Reformplänen des ÖFB? Handelt es sich dabei um eine sinnhafte Maßnahme, die Attraktivität des ÖFB-Cups zu steigern? Oder wird den jungen Spielern der 1b-Mannschaften die Chance auf spannende Pokalbegegnungen genommen?
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KOMMENTARE ()
 

Peter Biet

09.02.2012
15:15 Uhr

Eine absolut richtige Entscheidung! Wer will bitte Red Bull gegen Red Bull im Viertelfinale sehen?

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Florian Schnabl

10.02.2012
09:41 Uhr

Auslosungsmodus ändern, dann passiert das nicht. Akuter Reformbedarf besteht vielmehr woanders: 1.) Änderung des Spielplans auf die warme Jahreszeit 2.) Produkt Fussball für alle Altersgruppen attraktiver zu gestalten (Spiel selbst: Mehr Laufbereitschaft der aktiven Kicker, Im und um das Stadion: Angebote für Familien, Jugendliche und ältere Personen.)

Vereine sollen sich nicht wundern, wenn Einnahmen aus Besucherzahlen und Sponsoring weit unter dem euopäischen Spitzenfeld liegen.
Der Wintersport und andere Länder zeigen es vor: Die Rennen in Kitzbühel und Schladming werden nicht im Sommer bei 20 Grad plus veranstaltet und in Deutschland, England, etc. geht vom Kleinkind bis zum alten Greis jeder ins Stadion....

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M. Fischer

10.02.2012
15:27 Uhr

Stimmt, niemand will vereinsinterne Partien im Cup sehen weil ein Freilos is für die Profis, jedoch warum besiegt denn kein anderer Favorit eben schon diese Amateurklubs? Amateurvereine JA im Cup, jedoch sollte sich der ÖFB bei der Auslosung Gedanken machen, es funktioniert ja in Deutschland auch! MfG

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