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4:4 zwischen Salzburg und Admira sorgt für Zündstoff

Von Apa | 19.08.2012 - 13:02

Der FC Admira Wacker Mödling und Red Bull Salzburg haben am Samstag für das erste Remis in der Fußball-Bundesliga-Saison (in 24 Spielen) gesorgt. Doch an Brisanz fehlte es dem Spiel nicht, was auch an beiden Trainern lag.

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Salzburgs Trainer Roger Schmidt. Bild: SN/GEPA PICTURES

Salzburgs Trainer Roger Schmidt.

Bild: SN/GEPA PICTURES

Salzburgs Trainer Roger Schmidt. Bild: SN/dapd

Salzburgs Trainer Roger Schmidt.

Bild: SN/dapd


Das Duell der beiden bereits ausgeschiedenen Europacup-Starter war aber an Dramatik nicht zu überbieten, das 4:4 in der Trenkwalder-Arena am Ende leistungsgerecht. Nach einer packenden Partie gerieten nach Schlusspfiff auch noch die beiden Coaches im Kabinentrakt verbal aneinander.

Die personell stark veränderten Salzburger wollten nach dem schwachen Auftreten beim Heim-0:2 gegen Rapid eine Reaktion zeigen. Die blieb in der ersten Hälfte aber aus und so schossen sich die Niederösterreicher aufgrund einer katastrophalen Abwehrleistung der "Bullen" durch Tore von Philipp Hosiner (15., 45.) und Marcel Sabitzer (37.) eine komfortable 3:0-Führung heraus. "Es ist nicht so einfach, eine Reaktion zu zeigen. Man hat in der ersten Hälfte deutlich gemerkt, wie viel Verunsicherung in meiner Mannschaft steckt", sagte Salzburg-Trainer Roger Schmidt.

Das 1:3 unmittelbar vor dem Pausenpfiff (45.+2.) und der Anschlusstreffer gleich nach Wiederbeginn (46.), jeweils durch Havard Nielsen, brachten die Salzburger aber plötzlich wieder zurück ins Spiel und sorgten nun bei den Hausherren für Verunsicherung. "Nach der Pause haben wir uns freigeschwommen, das Spiel gedreht", freute sich der Deutsche. Nielsen, mit seinem dritten Treffer (56.) und der zur Pause eingewechselte Stefan Maierhofer (77.) machten eine 4:3-Führung der auswärts seit nunmehr 13 Spielen ungeschlagenen Salzburger perfekt.

"Wir hätten uns schließlich auch noch den Sieg verdient, aber vielleicht ist der Punkt besonders wertvoll, wenn man bedenkt, wie er zustande gekommen ist", meinte Schmidt. Zu einer kompletten Wende reichte es nicht, da diesmal die Admiraner in Person von Rene Schicker (80.) zurückschlugen und sich aufgrund der ersten Hälfte einen verdienten Punktgewinn sicherten.

Nielsen gelang bei seinem dritten Einsatz für die Salzburger, dem zweiten von Beginn an, gleich ein Triplepack. Der norwegische U21-Teamstürmer war natürlich sehr zufrieden mit seinen drei Toren, allerdings nur nach der Pause mit der Leistung seiner Mannschaft. "In der ersten Hälfte haben wir schlecht gespielt, nach der Pause haben wir uns aber deutlich gesteigert und viel effektiver gespielt. Ich bin sehr glücklich, dass wir nach dem klaren Rückstand so zurück gekommen sind", sagte der 19-jährige Dreifach-Torschütze.

Aufseiten der Gastgeber gab Hosiner einmal mehr seine Visitenkarte ab, für den 23-Jährigen war es bereits der vierte Doppelpack in der Bundesliga sowie seine Saisontore Nummer vier und fünf. "So ein Spiel habe ich noch nie erlebt. Letztendlich mussten wir mit dem Punkt zufrieden sein", resümierte der Admira-Stürmer. Die Leistung vor der Pause sei hochzufriedenstellend gewesen. "Salzburg hat aber dann bewiesen, dass sie doch eine super Mannschaft sind", ergänzte Hosiner.

Coach Dietmar Kühbauer trauerte verständlicherweise dem vergebenen Sieg nach. "Ich bin etwas enttäuscht, dass das 3:0 nicht zu einem Sieg gereicht hat. Wir hätten sie heute schlagen müssen", war sich der 41-Jährige bewusst. "Wir haben uns selbst um den Lohn unserer Arbeit gebracht." Nach einer unglaublich spannenden Partie gab es dann aber ein unrühmliches Nachspiel aufgrund von Kommunikationsproblemen.

Kühbauer habe zu Schmidt etwas - nicht Beleidigendes - gesagt, worauf dieser gefordert habe, Kühbauer solle Deutsch reden. "Wir reden eben Dialekt in Österreich. Ich respektiere die Deutschen und verlange auch, dass sie uns respektieren", sprach der Admira-Coach Klartext. Sein Gegenüber Schmidt, der laut Kühbauer schon während des Spiels dauernd gemeckert und vom Schiedsrichter Gelbe Karten gefordert habe, wollte sich zu der Causa, nicht äußern. Fix ist, dass es kein Shake-Hands gab und das auch beim Auftritt der Niederösterreicher Anfang November in Salzburg wohl so sein wird.

 
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