Österreich | Politik    Fotostrecke verfügbar

Uni Wien will nach Besetzung mit Studenten reden

Von Apa | 20.04.2012 - 16:41

Die Uni Wien setzt weiterhin auf einen Dialog mit jenen "unzufriedenen Studierenden", die am Donnerstag zunächst die Rektoratsbüros und dann das Audimax besetzt haben, betonte Rektor Heinz Engl am Freitag.

1 von

Rektor Heinz Engl.

Rektor Heinz Engl.

Die Studenten protestieren gegen die Abschaffung des Bachelorstudiums „Internationale Entwicklung“. Bild: SN/APA

Die Studenten protestieren gegen die Abschaffung des Bachelorstudiums „Internationale Entwicklung“.

Bild: SN/APA

Die Studenten protestieren gegen die Abschaffung des Bachelorstudiums „Internationale Entwicklung“. Bild: SN/APA

Die Studenten protestieren gegen die Abschaffung des Bachelorstudiums „Internationale Entwicklung“.

Bild: SN/APA


Es soll zwei offen zugängliche Info- und Diskussionsveranstaltungen zu den Forderungen der Studenten geben. Am Freitag soll die Uni "als Abkühlphase" weiter geschlossen bleiben. Eine für Samstag im Audimax geplante Psychologie-Prüfung soll an einem Ersatzort stattfinden. "Wir hoffen, wenn die Situation es erlaubt, am Montag wieder normalen Betrieb aufzunehmen", so Engl. Die Räumung des Audimax durch die Polizei - "durchaus aufgrund der analogen Erfahrungen vor drei Jahren", als der Hörsaal über viele Wochen hinweg besetzt war - verteidigte Engl und wurde dabei von den Vorsitzenden von Senat und Unirat unterstützt. Immerhin würden durch die Besetzung viele andere Studenten gestört, so der Rektor. Konsequenzen werde es für jene 200 bis 300 Studenten, deren Personalien aufgenommen wurden, nicht geben.

Die Besetzung des Rektorats war Teil einer "universitätsweiten Protestwoche" von Studenten der Internationalen Entwicklung (IE) gegen die geplante Abschaffung des IE-Bachelorstudiums. Künftig soll es nur ein Masterstudium geben. Am Vormittag waren rund hundert Personen in das Rektoratsbüro eingedrungen, das aber rasch von der Polizei geräumt wurde. Nach einer Demo am Nachmittag wurde - "wie zu erwarten", so Engl - das Audimax besetzt, ab 22.00 Uhr wurde es auf Wunsch des Rektorats ebenfalls geräumt.

Inhaltlich dürfte die Kurzzeitbesetzung keine großen Auswirkungen gezeigt haben: Am Montag soll es zwar eine offene Info- und Diskussionsveranstaltung u.a. zur geplanten autonomen Einführung von Studiengebühren geben. Den Antrag will Engl aber nicht zurückziehen, immerhin sei der Hauptzweck eine rasche rechtliche Klärung in punkto Studiengebühren und die Uni stehe unter starkem Druck durch das Wissenschaftsministerium. Es gehe um neun Mio. Euro im Jahr, die der Uni nicht ersetzt werden. Am Donnerstag muss der Senat entscheiden, ob er einer autonomen Einführung zustimmt. Zum Spezialthema IE soll es am 30. April ein Treffen geben, wobei auch hier ein Abgehen von den Plänen der Uni unwahrscheinlich ist.

 
Teilen
Facebook Twittern Google+ Versenden Drucken
0

Werbung

Dieser Artikel kann nicht kommentiert werden
 
KOMMENTARE (0)