Österreich | Politik 

Schmied plant 440 Euro Strafe für Schulschwänzen

Von Apa | 16.06.2012 - 08:49

Bildungsministerin Schmied hat das von der Regierung angekündigte Maßnahmenpaket gegen Schulpflichtverletzungen fertig. Es sieht eine Verdoppelung der Strafen für Schulschwänzen von derzeit 220 auf 440 Euro vor.

Schmied plant 440 Euro Strafe für Schulschwänzen

Wenn der Sessel leer bleibt ...Wenn der Sessel leer bleibt ...Wenn der Sessel leer bleibt ...Wenn der Sessel leer bleibt ...

ÖVP-Staatssekretär Kurz zeigte sich in einer ersten Reaktion gegenüber der APA "zufrieden" mit Schmieds Vorschlägen. Für alle Bundesländer sollen bei Verletzungen der Schulpflicht künftig einheitliche Regeln gelten. Eine solche liegt laut Schmieds Entwurf bei zehn unentschuldigen Fehltagen bzw. 60 unentschuldigten Fehlstunden vor. Die 440 Euro Strafe sollen aber erst die letzte Konsequenz sein, vorher soll mit einem Stufenplan versucht werden, den Schüler wieder zur Teilnahme am Unterricht zu bewegen - mit verpflichtenden Gesprächen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern, schriftlicher Vereinbarung, Einbeziehung von Schülerberatern und Schulpsychologen, einer Überprüfung nach vier Wochen, weiteren Gesprächen und Befassung der Jugendwohlfahrt.

Kurz beurteilt es - laut einem Sprecher - "sehr positiv", dass viele seiner Vorschläge in den Entwurf aufgenommen worden seien, etwa die Eltern-Gespräche. Der Staatssekretär hatte sich ursprünglich für eine wesentlich höhere Strafe - 1500 Euro - ausgesprochen, aber schon im Zuge der Diskussion im Februar eine Verdoppelung als wichtigen ersten Schritt beurteilt. Einige Details seien noch zu klären, aber prinzipiell ist Kurz "zufrieden", hieß es in einer ersten Stellungnahme.

 
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