Österreich | Politik 

ÖIAG-Betriebsräte: Beyrer war fairer Sozialpartner

Von Apa | 17.06.2012 - 16:46

Die Betriebsräte in der ÖIAG sind über die politischen Vorwürfe gegen den scheidenden ÖIAG-Chef Markus Beyrer wenig erbaut.

ÖIAG-Betriebsräte: Beyrer war fairer Sozialpartner

ÖIAG-Betriebsrat war mit Beyrer bisher zufrieden. Bild: SN/apa (fohringer)

"Beyrer ist immer noch Generaldirektor der ÖIAG und ist in vier Aufsichtsräten von Unternehmen, die zusammen mehr als 60.000 Mitarbeiter haben. So wen kann man nicht einfach binnen Stunden heimschicken, vielleicht wär's gut, noch einmal das Aktienrecht zu lesen", hieß es. Leopold Abraham, Obmann der Arbeitsgemeinschaft ÖIAG, reagierte damit auf Aussagen von SP-Bundesgeschäftsführer Kräuter, der sinngemäß gemeint hatte, Beyrer solle seinen Posten raschestmöglich räumen und auf die Zahlung seines Gehalts bis zum Antritt seines neuen Jobs bei Businesseurope verzichten.

"Ich weiß nicht, wie Beyrer in politischen Verhandlungen war und das geht mich auch nichts an, aber gegenüber den Betriebsräten war er immer fair und hat in allen Angelegenheiten Kontakt gehalten."

Die Politik sollte sich schnellstens über die Zukunft der ÖIAG klar werden, forderte Abraham. Wenn die ÖVP tatsächlich die Abschaffung der ÖIAG wolle, wie von Wirtschaftsminister Mitterlehner gefordert, habe dessen Parteikollegin Fekter das in der Hand. "In Wirklichkeit hätte man sich vor einem Jahr klar werden müssen, bevor man den Posten neu ausgeschrieben hat", sagte Sozialdemokrat Abraham am Sonntagnachmittag zur APA.

 
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