Österreich | Politik

Lehrer: Lösung in Runde 32 "eher unrealistisch"

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Auch in der 32. Verhandlungsrunde am Montagnachmittag ist keine Einigung in dem schon seit Mai 2012 andauernden Ringen von Gewerkschaft und Regierung um ein neues Lehrerdienstrecht zu erwarten.

Lehrer: Lösung in Runde 32 "eher unrealistisch"

Auch am Montag ist keine Einigung zu erwarten. Bild: SN/APA (Archiv/Hochmuth)/GEORG HOCH

Zwar gab es bei den vergangenen zwei Treffen zumindest in einigen Punkten Annäherungen. "Aber dass am Montag alle Probleme gelöst sind, halte ich für eher unrealistisch", so Lehrer-Chefverhandler Kimberger.

Aus Kimbergers Sicht muss noch einmal über Unterrichtszeit und Gehalt diskutiert werden. Dabei gehe es "nicht nur um mehr Geld", wie er betont. Er will etwa vorschlagen, dass weitere pädagogische Schlüsselfunktionen (Administratoren, Lerndesigner etc.) zu einer geringeren Unterrichtsverpflichtung führen. Thema soll auch das Unterstützungspersonal sein, das nach Kimbergers Wunsch auf Basis einer umfassenden Lehrerarbeitszeitstudie zugeteilt werden muss.

Vertreter von AHS und berufsbildenden mittleren Schulen (BMHS) hatten nach der letzten Runde noch viel Abstimmungsbedarf geortet. AHS- und BMHS-Lehrer verdienen derzeit wegen ihrer längeren Ausbildung deutlich mehr als Pflichtschullehrer. Sie befürchten Verluste bis zu 900 Euro im Monat, für Quereinsteiger gar bis 1.200 Euro im Monat. Künftig müssen alle Lehrer eine gleichwertige Ausbildung mit Master abschließen, was aus Sicht der Lehrer im Dienstrecht aber nicht durch eine gleichwertige Bezahlung abgebildet ist.

Der Regierungsvorschlag sieht ein einheitliches Gehaltsschema für alle Lehrer und 24 statt derzeit 20 bis 22 Stunden Unterrichtsverpflichtung vor - allerdings sollen sich Klassenvorstände (und damit praktisch alle Volksschullehrer) sowie Mentoren eine Stunde sparen und auch Betreuungs- und Beratungsstunden als Abschlagsstunden gelten, bleiben also 22 Stunden klassischer Unterricht. Außerdem sollen Lehrer in betreuungsintensiven Fächern Zulagen erhalten, statt wie derzeit weniger in der Klasse zu stehen. Das neue Dienstrecht gilt nur für künftige Lehrer, diese sollen außerdem fünf Jahre lang zwischen dem derzeitigen und dem geplanten neuen Dienstrecht wählen können.

 
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