Österreich | Politik

Kurz präsentiert Integrationsbericht 2012

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Die Integration in Österreich macht langsam Fortschritte. Jene 20 Maßnahmen, die der Expertenrat Integrationsstaatssekretär Kurz im Vorjahr nahegelegt hatte, sind schon überwiegend umgesetzt oder im Werden.

Kurz präsentiert Integrationsbericht 2012

Trotz großer Fortschritte gibt es noch viel zu tun. Bild: SN/apa (schlager, archiv)

Zehn Vorschläge des Expertenrats seien bereits umgesetzt, so Kurz. Etwa verbesserte Anerkennung von Qualifikationen aus dem Ausland, Sprachkurse, Nachholen von Bildungsabschlüssen, etc. An den Übrigen werde gearbeitet, wobei man sich künftig vor allem auf zwei Schwerpunkte konzentrieren will. In den Bereich "Religion und Werte" fallen sowohl die "Rot-Weiß-Rot-Fibel" als auch der darauf basierende neue gestaltete Staatsbürgerschaftstest, die beide bis Oktober vorliegen sollen. Bei letzteren soll es künftig weniger um historisches Faktenwissen, sondern mehr um das Zusammenleben gehen.

In Sachen "Spracherwerb und Bildung" habe man schon viel geschafft, aber auch noch eine große Aufgabe vor sich, meinte Kurz. 8.000 junge Menschen verlassen jährlich die Schule ohne Abschluss, der Anteil der Migranten sei dabei viermal so hoch wie jener der Inländer. Daher soll bis Herbst ein Bildungskonzept für junge Migranten erarbeitet werden. Festhalten will Kurz auch am zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr für diejenigen, die es aus sprachlicher Sicht brauchen. Er werde sich trotz budgetärer Knappheit bemühen, die notwendigen Mittel für wichtige Projekte zu bekommen.

Appelliert wurde von Heinz Fassmann, Vorsitzender des Expertenrats, an sämtliche Institutionen, Länder und Gemeinden, zusammenzuarbeiten. Wichtig sei auch, dass die oftmals erfolgreichen Projekte künftig leichter in eine Regelstruktur übergeführt würden, was auch die Effizienz steigern würde.

 
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