Kärnten kündigte Vertrag mit Saualm-Betreiberin
Von Apa | 05.10.2012 - 11:51

Anzeigen gegen Betreiberin als Grund für Kündigung. Bild: SN/apa (archiv/eggenberger)
Dörfler äußerte sich gegenüber dem ORF positiv zur Schließung Asylwerberheims. Der Flüchtlingsreferent habe das Vertrauen in die Betreiberin verloren, nachdem diese zugegeben habe, dass es dort zu Schächtungen gekommen sei. "An diesem Punkt gab es für mich kein Zurück mehr. Wenn es dort gesetzwidrige Handlungen gibt, kann ich diese Einrichtung nicht mehr weiterbetreiben", wird der Flüchtlingsreferent online zitiert. Eine weitere Zusammenarbeit mit der Betreiberin der Saualm schloss Dörfler ebenso aus wie die Beibehaltung des Standorts Saualm unter einer neuen Leitung.
Das Ende des Asylwerberheims Saualm dürfte aber trotz Vertragskündigung durch das Land kein Aus für das Konzept "Sonderbetreuung" sein. Aufgrund der "generalpräventiven Wirkung" werde an einem Nachfolgeprojekt bereits gearbeitet, ließ Gutsche wissen. Das Heim auf der Saualm wurde zur Unterbringung mutmaßlich straffälliger Asylwerber eingerichtet.
Es gibt mehrere Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Heim. Es geht um angeblich mangelnde ärztliche Versorgung der Bewohner bzw. um Übergriffe durch Pflege- und Security Personal. Anzeigen wegen Untreue und Amtsmissbrauch - unter anderem gegen den Flüchtlingsreferenten Landeshauptmann Dörfler - wurden an die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien abgetreten, weil gegen Dörfler dort bereits in anderen Causen ermittelt wird. Dörfler wies die Vorwürfe gegen seine Person zurück.
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