Österreich | Politik 

Ex-ÖBB-Chef Huber entlastet Faymann

Von Apa | 08.08.2012 - 15:04

Bundeskanzler Faymann wird in der Inseraten-Affäre laut "Zeit im Bild" vom früheren ÖBB-Generaldirektor Huber entlastet. Dieser habe bei seiner Einvernahme im Oktober erklärt, er sei "von niemandem unter Druck gesetzt worden".

Ex-ÖBB-Chef Huber entlastet Faymann

Faymann wurde 2007 Verkehrsminister. Bild: SN/apa (archiv/techt)

Gegen Faymann und Staatssekretär Ostermayer wird in der Inseraten-Affäre wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Derzeit soll mittels Gutachten unter anderem der Werbenutzen der Inserate abgeklärt werden. Erst gestern wurde via "Tiroler Tageszeitung" ebenfalls aus Einvernahmeprotokollen bekannt, dass Faymann bereits vor seiner Angelobung zum Verkehrsminister im Jahr 2007 die umstrittene Kampagne mit dem verstorbenen "Krone"-Herausgeber Hans Dichand besprochen hatte.

Im vergangenen März hatte es geheißen, der frühere ÖBB-Personenverkehr-Vorstandsdirektor Stefan Wehinger und Huber würden Ostermayer schwer belasten. Demnach habe Ostermayer in seiner damaligen Funktion als Kabinettschef im Verkehrsministerium sehr deutliche Wünsche über Inseratenvergaben des staatsnahen Unternehmens genannt.

Laut dem in der "Zeit im Bild" um 13.00 Uhr zitierten Einvernahmeprotokoll vom 7. Oktober 2011 erklärte Huber allerdings: "Ich bin jedenfalls im Zusammenhang mit der Bezahlung der 'Krone'-Kampagne von niemandem unter Druck gesetzt worden. Das wäre auch gar nicht erforderlich gewesen, weil ich die Bezahlung damals auch für richtig erachtet habe."

 
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