Österreich | Kultur 

Kleine Rückgänge bei Kulturbesuchern 2011

Von Apa | 26.06.2012 - 21:59

Mit beinahe unverändertem Kulturbudget und nur geringfügigen Rückgängen bei den Kulturbesuchern gegenüber 2010 geht das Kulturjahr 2011 in die Annalen ein.

Kleine Rückgänge bei Kulturbesuchern 2011

Claudia Schmied über Kulturbericht erfreut. Bild: SN/APA

Im am Dienstag dem Ministerrat vorgelegten Kunst- und Kulturbericht bilanziert Ministerin Schmied erfreut, "dass es trotz wirtschaftlich angespannter Zeiten gelungen ist, das Kulturbudget auf dem Niveau der Vorjahre zu halten".

Durch die Auflösung von Rückstellungen konnten außerdem zusätzliche Mittel vergeben werden: Diese rund 27,3 Mio. Euro kamen baulichen Projekten der Bundesmuseen zugute. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben im Kunst- und Kulturbereich auf 438,7 Mio. Euro.

Der Löwenanteil dieses Betrags fließt in Bundesmuseen und Bundestheater. Neben den Basisabgeltungen wurden 2011 verstärkt Bauvorhaben finanziert, so flossen etwa 7,9 Mio. Euro an das Kunsthistorische Museum (KHM) für die Kunstkammer-Generalsanierung und das neue Zentraldepot, das Belvedere durfte zusätzliche 14,14 Mio. Euro in das 21er Haus investieren, das mumok 2,6 Mio. Euro in die "Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit".

Die Gesamtbesucherzahl in den Bundesmuseen 2011 (inklusive Pathologisch-Anatomischem Museum) betrug 4.013.773 Eintritte, was einen Rückgang von 4,22 Prozent zu 2010 bedeutet. Der starke Rückgang im mumok (minus 37,6 Prozent) wird von Schmied auf die dreimonatige Schließung während der Umbauphase zurückgeführt, im MAK (minus 18,5 Prozent) seien sie "auf die Umbruchsituation zurückzuführen, in der sich das MAK nach dem vorzeitigen Abgang von Direktor Peter Noever" befand.

Im Belvedere wurde dagegen die größte Besuchermenge seit der Ausgliederung gezählt (888.633, plus 9,37 Prozent). Insgesamt zurückgegangen ist der Anteil der Besucher unter 19 Jahren, die seit 2010 gratis ins Museum kommen. Wurden im ersten Jahr noch 921.823 Kinder und Jugendliche gezählt, waren es 2011 nur mehr 857.951 (minus 6,9 Prozent).

Bei den Bundestheatern, deren Basisabgeltung gegenüber 2010 leicht erhöht wurde (von 142,1 auf 144,4 Mio. Euro), war ebenfalls ein leichter Besucherrückgang zu verzeichnen (von 1,3 auf 1,28 Millionen) - wobei der Rückgang in der Volksoper mit 3,72 Prozent zu Buche schlug, während Staatsoper (minus 0,62) und Burgtheater (plus 0,67) ihre Zahlen annähernd stabil hielten.

 
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