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Heinrich-Mann-Preis 2013 geht an Robert Menasse

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Robert Menasse wird mit dem Heinrich-Mann-Preis 2013 ausgezeichnet. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis für Essayistik wird dem österreichischen Schriftsteller am 27. März in Berlin verliehen.

Heinrich-Mann-Preis 2013 geht an Robert Menasse

Jury ehrt auch den "Europäer Menasse". Bild: SN/apa (archiv/pfarrhofer)

Etwa in dem Essay "Der Europäische Landbote" widerlege Menasse den Vorwurf, Intellektuelle hätten zu Europa nichts zu sagen. Der Jury gehört neben Thomas Assheuer und Norbert Miller auch Vorjahrespreisträger Uwe Kolb an. Den 58-jährigen Menasse beschreibt das Trio ebenso als Philosoph wie Schriftsteller, "doch zum Glück wissen wir nicht, in welcher Reihenfolge". Geprägt von Kant, Hegel und Marx zeichne der Wiener Autor "große Epochenbilder und beschreibt mit spekulativer Leidenschaft lange historische Linien", wie es in der Jurybegründung weiter heißt. "Er ist ein Aufklärer vom alten Schlag, er nimmt keinerlei Rücksichten, erst recht nicht auf die Aufgeklärten."

Robert Menasse wurde am 21. Juni 1954 in Wien geboren und studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaften in Wien, Salzburg und Messina. Neben dem Essay "Der Europäische Landbote" sind von ihm zuletzt u.a. "Permanente Revolution der Begriffe. Vorträge zur Kritik der Abklärung" und "Ich kann jeder sagen. Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung" erschienen. Als Heinrich-Mann-Preisträger folgt der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller u.a. Marie-Luise Scherer (2011) und Michael Maar (2010).

 
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