Fischer eröffnete 67. Bregenzer Festspiele
Von Apa | 18.07.2012 - 06:03

Das Staatsoberhaupt bei der Eröffnung.
Im Mittelpunkt steht die Wiederaufnahme der Oper "Andre Chenier" von Umberto Giordano als Spiel auf dem See (ab 19. Juli). Als Eröffnungspremiere steht am Mittwochabend aber zunächst die Auftragsoper "Solaris" von Detlev Glanert im Festspielhaus als Uraufführung auf dem Programm. Für Bundespräsident Fischer begleiteten den Eröffnungstag "eine Uraufführung und zwei Premieren", wobei er auf die Oper "Solaris" sowie auf Landeshauptmann Markus Wallner und Festspielpräsident Hans-Peter Metzler verwies, die beide erstmals in ihren Funktionen an der Eröffnung teilnahmen. Fischer bedankte sich bei den beiden Vorgängern Günter Rhomberg ("er hat wesentlich dazu beigetragen, die Festspiele zu dem zu formen, was sie heute sind") und Herbert Sausgruber ("ein Landeshauptmann, dem jede Form populistischer Kraftmeierei fremd war"). Beide seien nicht zur Eröffnung erschienen, um ihren Nachfolgern die Bühne zu überlassen.
Fischer nahm in der Folge Bezug auf das diesjährige Motto "Erinnerungen an die Zukunft", was bedeute, dass "wir dem Zukünftigen mit dem Wissen und der Erfahrung der Vergangenheit und Gegenwart begegnen und begegnen müssen." Man könne laufend beobachten, wie neue Phänomene mit althergebrachten Lösungsvorschlägen konfrontiert und analysiert würden.
"An Mut für das Neue darf es gerade jetzt weder in der Politik noch in der Gesellschaft mangeln", appellierte Fischer. Dabei könne Kunst ein Wegweiser sein. Mutige Kunst habe immer neue Wege gewiesen und mache heute das Erbe aus, auf das gerade Österreich so stolz sein könne. Der Bundespräsident zitierte den Komponisten Arnold Schönberg: "Kunst heißt: neue Kunst."
In seiner ersten Begrüßungsrede als Bregenzer Festspielpräsident beschrieb Metzler das Ziel, welches das Bodenseefestival erreichen wolle: "Der Kunst ermöglichen, ihren ureigenen Weg zu beschreiten, nämlich den vom Bekannten zum Unbekannten, zum So-noch-nicht-Gesehenen, zum So-noch-nicht-Gehörten - und, im glücklichsten Fall, zum So-noch-nie-Erlebten". Dabei gelte es nicht nur, den Weg der letzten Jahre konsequent weiterzugehen und Ideen zu entwickeln, sondern auch explizit "Meilensteine" zu setzen.
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