Filmschaffende fordern Stärkung der Filmwirtschaft
Von Apa | 02.10.2012 - 11:28

Offener Brief von Seidl und Co. an Kanzler Faymann. Bild: SN/apa (archiv/hochmuth)
Daher fordern die Filmschaffenden - von Ulrich Seidl bis Ursula Strauss - die Regierung auf, "endlich die im Regierungsprogramm festgeschriebene Absicht umzusetzen", den Förderrahmen im Filminstitut auf 20 Millionen Euro aufzustocken sowie fünf Millionen Euro für den Nachwuchs bereitzustellen. Das Land habe außergewöhnlich viele Filmtalente, sei es in den einschlägigen Fachhochschulen oder auf der Filmakademie.
"Karrieren wie die eines Michael Haneke, mit denen man sich national auch gerne schmückt", seien heute jedoch unwahrscheinlich geworden. "Denn um das vorhandene Talent zu fördern und zu entwickeln, braucht es vor allem Kontinuität." Um die Autoren, Regisseure, Schauspieler und Produzenten regelmäßig beschäftigen zu können, fehlen allerdings die entsprechenden finanziellen Mittel. Das Filminstitut wird derzeit mit 16,5 Millionen Euro vom Kulturministerium bestückt. Mit Nachdruck wurde am Podium auf "die vielen Festivalteilnahmen, die gewonnenen Preise, die vielfach ins Ausland verkauften Filme als ablesbare Zeichen der Erfolgsgeschichte hingewiesen.
In einer ersten Reaktion kann Kulturministerin Schmied die Forderung der Filmschaffenden nach mehr Förderungen "sehr gut nachvollziehen". Die Regierung schätze deren Arbeit hoch, auch die internationalen Erfolge seien bemerkenswert, so Schmied. "Es ist für uns auch sehr klar, dass sich Wertschätzung auch in der Budgetierung niederschlägt." Allerdings sei man derzeit mitten in den Budgetvorbereitungen, sie könne daher keine Details nennen.
Mitteilungen



