Österreich | Kultur 

Albertina zeigt Max Ernst-Retrospektive

Von Apa | 22.01.2013 - 12:39

Mit der Max Ernst-Retrospektive sei der Albertina ein "gültiger Überblick" über das Schaffen des führenden surrealistischen Malers gelungen, erklärte der Direktor der Albertina, Klaus Albrecht Schröder, am Dienstag.

Albertina zeigt Max Ernst-Retrospektive

180 bedeutende Gemälde des Künstlers werden gezeigt. Bild: SN/apa (hochmuth)

Die Ausstellung, die 180 bedeutende Gemälde des Künstlers zeigt, wird am Abend eröffnet. Die erste Retrospektive des Künstlers in Österreich ist bis 5. Mai zu sehen.

Zurecht werde immer wieder gesagt, dass es den Surrealismus in der Malerei ohne Max Ernst (1891-1976) nicht in dieser Form gegeben hätte, so Schröder. Ernst entwickelte Techniken wie die Collage, die Frottage, also die Abreibung, die Grattage (Abkratzung) sowie des "Farbabklatsches", der Dekalkomanie. Seine Motive waren vielfältig, immer wieder setzte er sich mit Wäldern, Dschungellandschaften, Bestialität, aber auch Symbolfiguren der Liebe und des Mythos auseinander. Als Kommissär der Ausstellung konnte Schröder den bekannten Kunsthistoriker und Max Ernst-Experten Werner Spies gewinnen, den eine jahrelange Freundschaft mit dem 1976 verstorbenen Künstler verband.

Tatsächlich ist es Spies gelungen, für jede dieser Schaffensperioden mehr als ein gutes Beispiel zu zeigen, die Fülle der Werke ist beträchtlich. Das sei vor allem daher möglich, da sich der Großteil von Ernsts Werk immer noch in Privatsammlungen befinde, so Schröder. Die Retrospektive zeige daher "nicht nur den Weg eines der unergründlichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, sondern auch einige exzeptionelle Leihgaben", meinte Spieß. So ist etwa "Vox Angelica" zu sehen, das Spies als eines der großen Historienbilder des 20. Jahrhunderts bezeichnet, aber mit "Die ganze Stadt" oder "Der große Wald" auch Beispiele für Ernsts bunte, aber dennoch fast schwermütige Wald- und Stadtlandschaften.

 
Teilen
Facebook Twittern Google+ Versenden Drucken
0
 
ANZEIGEN
Dieser Artikel kann nicht kommentiert werden
 
KOMMENTARE (0)