Toter bei Mittelalterfest in NÖ nach Unwetter
Von Apa | 29.07.2012 - 10:37
Orkanartige Böen im Zuge eines aufziehenden Unwetters hatten Äste eines alten Ahornbaumes im Schlosspark von Pöchlarn abgerissen, die auf Zelte stürzten und Menschen unter sich begruben. Die Personen mussten von der Feuerwehr mit Hilfe von Motorsägen befreit werden. 13 Personen wurden verletzt, fünf davon schwer. An dem Rettungseinsatz waren drei Feuerwehren mit 55 Mann, fünf Notärzte, vier praktische Ärzte, zehn Rettungstransporter und ein -hubschrauber beteiligt. Der Park wurde über Weisung der Staatsanwaltschaft vorläufig gesperrt.
In Salzburg wurde die B 166 mit Felsbrocken, Geröll und Bäumen an mehreren Stellen zwischen Abtenau und Annaberg (Bezirk Hallein) komplett verschüttet. Die Aufräumungsarbeiten nach dem "massiven Felssturz" vor allem im Bereich der Strubklamm würden noch bis in den Montag hinein dauern. Die Pass Gschütt Straße bleibe bis dahin komplett gesperrt, teilte die Sicherheitsdirektion Salzburg am Sonntag mit. Am Nachmittag war auch in dieser Region ein heftiges Gewitter mit Starkregen niedergegangen. Laut dem Verkehrsfunk des ORF-Radios Ö3 ist nur ein großräumiges Umfahren etwa über die Tauernautobahn (A10) möglich.
Die zum Teil heftigen Gewitter sorgten auch in Tirol für Schäden. Mehrere kleinere Murenabgänge und umgestürzte Bäume haben Behinderungen verursacht. Laut Polizei musste etwa die Brennerstraße (B182) wegen Vermurungen, und weil ein Bach überzugehen drohte, gesperrt werden. In Fulpmes im Stubaital (Bezirk Innsbruck-Land) wurde in einem Freizeitpark durch einen Blitzschlag Schäden angerichtet. Dadurch waren mehrere Bäume umgestürzt. Zwei parkende Autos und der Hochseilgarten wurden schwer beschädigt. Verletzte gab es keine. Die Höhe des Sachschadens war für den Freizeitpark vorerst nicht absehbar.
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