Pornoring: Kärntner missbrauchte Nachbarskinder
Von Apa | 10.09.2012 - 02:51

Großer Pornoring aufgedeckt. Symbolbild: SN
Es fand sich Bild- und Videomaterial, das belegt, dass sich der 38-Jährige an Nachbarskindern vergangen hat. Ein 63-jähriger Wiener wiederum wurde bei der Razzia im Bezirk Landstraße tot vor seinem Computer entdeckt. Beim Betrachten der Scheußlichkeiten, die noch immer auf dem Bildschirm zu sehen waren, hatte der Akademiker einen Herzinfarkt erlitten, bestätigte Mario Hejl, Sprecher des Bundeskriminalamts, einen "Kurier"-Artikel. Wann der Mann gestorben war, konnte er ebenso wenig sagen, wie den Zeitpunkt der Hausdurchsuchungen.
Insgesamt wurden bei der Aktion in Österreich 1.600 Computer, sowie Speichermedien sichergestellt. Ebenfalls ungewöhnlich verlief die Hausdurchsuchung bei einem 38-jährigen Grazer: Bei dem Langzeitstudenten wurden nicht nur 600 eindeutige Dateien sichergestellt, sondern auch Sprengmittel, gefährliche Chemikalien sowie eine größere Anzahl Schusswaffen und Kriegsmaterial. Bei der Aktion waren der Entschärfungsdienst sowie ein Sprengstoffhund im Einsatz. Ein anderer Grazer hatte neben dem Depot seiner Kinderpornos eine Hanfplantage angelegt.
Begonnen hatte die international akkordierte Operation "Gondola" mit einer weltweiten Internet-Ermittlung des Departments of Homeland Security (ICE) in Amerika. Dieses gehört zum US-Heimatschutzministerium und ist für grenzüberschreitende Kriminalität zuständig, wozu auch die Verbreitung von Kinderpornos im Web gehört. Die Operation hatte schon zuvor weltweit gute Fahndungserfolge erbracht.
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