Österreich | Chronik 

Prozess in Dubai: Adelsmayr schreibt ein Buch

Von Apa | 17.06.2012 - 14:58

Erst am vergangenen Sonntag wurde Mordprozess gegen den in Dubai angeklagten Arzt Eugen Adelsmayr erneut vertagt. Genau eine Woche später wurdebekannt, dass der 53-Jährige an einem Buch schreibt.

Prozess in Dubai: Adelsmayr schreibt ein Buch

Schreiben zum Teil auch zur eigenen Aufarbeitung. Bild: SN/apa (gindl)

"Der Prozess ist natürlich der Aufhänger oder Auslöser, es soll aber auch für Nichtprozessverfolger interessant zu lesen sein", sagte der Meidziner im Gespräch mit der APA. Daher handle die Biografie nicht nur von dem Prozess, sondern auch von "Hintergründen und Informationen über meine Jahre in den Emiraten".

Die Idee dazu habe sich einfach entwickelt. Ab Februar 2006 war der Mediziner mehrere Jahre in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) tätig. "Als ich in den Emiraten gearbeitet hab, habe ich eine Art Tagebuch geführt, ich habe jeden Tag ein bisschen was zusammengeschrieben."

Zurück in Österreich gab es ein paar Anrufe von Verlagen, auch seine Freunde animierten ihn dazu. "Schließlich habe ich zu schreiben begonnen, allerdings zuerst nicht in Hinblick auf ein Buch, sondern nur für mich - um das Ganze hinter mir zu lassen."

Das letzte Mal in Dubai war er Ende 2011. Anfang 2012 musste er einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen: Die Frau des Arztes verstarb im 57. Lebensjahr. 30 Jahre lang waren die beiden ein Paar, 26 Jahre davon verheiratet. "Mit jedem Kapitel wird mein Kopf wieder frei für neue Sachen."

Mehr als die Hälfte des Buchs sei nun schon fertig, 250 bis 270 Seiten sind insgesamt angedacht. Enthalten soll es sowohl einen belletristischen Teil als auch einen Teil mit Dokumenten im Zusammenhang mit dem Prozess. Unterstützt wird der Bad Ischler bei seinem Schreibprozess von seinen Söhnen, die "recht kritisch" seien, wie Adelsmayr betonte.

Bereits seit Ende März arbeitet der 53-Jährige als selbstständiger Anästhesist in einer Privatklinik in Salzburg. Pro Woche absolviert er eigenen Angaben zufolge ein bis zwei 24-Stunden-Dienste.

 
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