Österreich | Chronik 

Imst: Tiroler erschießt 30-Jährige mit Jagdgewehr

Von Apa | 26.06.2012 - 13:35

Nach einer Bluttat im Tiroler Ötz im Bezirk Imst ist das Opfer, eine 30-jährige Frau, in der Nacht auf Dienstag verstorben. Ein 65-Jähriger hatte nach einem Streit in einem Lokal mit einem Jagdgewehr auf die Angestellte geschossen.

Imst: Tiroler erschießt 30-Jährige mit Jagdgewehr

30-Jährige starb im Krankenhaus. Bild: SN/apa (zeitungsfoto/daniel liebl)

Der Mann wurde nach dem Streit des Lokals verwiesen und kam wenig später mit einem Jagdgewehr bewaffnet zurück. Dabei schoss er der Frau in die Brust. Sie wurde schwer verletzt in die Innsbrucker Klinik eingewiesen, wo sie verstarb. Es werde bereits wegen Mordverdachts ermittelt, teilte Christoph Hundertpfund, stellvertretender Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes, der APA mit. "Die Einvernahme findet erst am Nachmittag statt", sagte der Kriminalist. Zur Zeit würden drei Zeugen zu dem Vorfall befragt.

Nach der Tat hatte sich der 65-Jährige geständig gezeigt. "Er räumte ein, dass er den Schuss auf die Frau aus seiner Waffe abgegeben hat", schilderte Hundertpfund. Der Ötztaler war zum Tatzeitpunkt alkoholisiert.

Der Einheimische war im Besitz einer gültigen Jagdkarte. Er war dadurch ermächtigt, eine Jagdwaffe zu führen, erklärte der Kriminalbeamte. Das Jagdgewehr, die spätere Tatwaffe, befand sich im Besitz des Verdächtigen.

Die Bluttat hatte sich gegen 23.00 Uhr ereignet. Danach wurde der 65-jährige Mann im Lokal von Anwesenden überwältigt und der Polizei übergeben. Zum Hintergrund konnte die Exekutive noch keine Angaben machen. Der Täter und das Opfer, ebenso aus dem Ötztal, dürften "vermutlich eine noch nicht näher definierte Beziehung" gehabt haben, meinte Hundertpfund. Dies sei unter anderem Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Möglicherweise könnte Eifersucht ein Grund sein. Eine Obduktion des Mordopfers wurde für Nachmittag angeordnet.

 
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KOMMENTARE (2)
 

Wilhelm Friedrich

02.07.2012
09:25 Uhr

Das kommt davon wenn Jäger nicht regelmässig psychologisch überprüft werden. In Deutschland gab es 2011 18 Tötungsdelikte durch Jäger. 2012 sind es bereits über 10. Der Gesetzgeber hält es dennoch nicht für nötig für Jäger ähnlich bei den Sportschützen eine regelmässige Prüfung einzuführen. Warum? Es gibt viel zu viele Jäger in der Politik und wenn unabhängig geprüft würde hätte Deutschland auf einen Schlag praktisch kaum noch Jäger

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mot fux

26.06.2012
20:52 Uhr

Jaja der Alkohol! Der ist schon super und hauptsache erlaubt! Scheinheiliges Land der Berge!

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