Österreich | Chronik

Die Erde bebte in Österreich 2012 mehr als 600 Mal

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623 Erdbeben hat es 2012 in Österreich gegeben, berichtet der Österreichische Erdbebendienst der ZAMG. Von der Bevölkerung verspürt wurden davon 61, von denen sich 17 im benachbarten Ausland ereigneten.

Die Erde bebte in Österreich 2012 mehr als 600 Mal

623 Erdbeben wurden 2012 in Österreich registriert. Bild: SN/apa (epa)

Insgesamt wurden vom seismischen Stationsnetz des Österreichischen Erdbebendienstes der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) weltweit rund 7.500 seismische Ereignisse registriert.

Zwanzig Erdbeben hatten ihr Epizentrum in Tirol, neun in Kärnten, jeweils sechs in Oberösterreich und der Steiermark und drei in Niederösterreich. Im Vergleich zum zwölfjährigen Mittel (Zeitraum 2000 bis 2011) ereigneten sich in Tirol im Jahr 2012 doppelt so viele Beben. In Niederösterreich war es nur etwa halb so viele Beben wie im Mittel.

Über das Wahrnehmungsformular der ZAMG sind 2012 etwa 5.500 Berichte der Bevölkerung über die Auswirkungen von Erdbeben eingegangen. Die Daten geben Auskunft über die Stärke der Fühlbarkeit von Erdbeben und ermöglichen die Ermittlung des Intensitätsgrades auf der Europäischen Makroseismischen Skala (EMS-98) - einer Weiterentwicklung der Mercalli-Sieberg-Skala.

Die stärksten Erdbeben in Österreich im Jahr 2012 erreichten sieben eine makroseismische Intensität von fünf Grad auf der zwölfstufigen EMS-98. Ab Stufe fünf werden Beben stark verspürt und Gegenstände können umfallen.

Eine außergewöhnliche Erdbebenserie in der italienischen Provinz Emilia-Romagna westlich von Ferrara begann am 20. Mai um 1.13 Uhr MESZ mit einem Vorbeben der Magnitude 4,0. Um 4.03 Uhr MESZ ereignete sich das Hauptbeben der Magnitude 6,1, das im Epizentralgebiet schwere Schäden verursachte und sieben Todesopfer forderte. Die Erschütterungen wurden auch in Österreich deutlich wahrgenommen, es sind 920 Meldungen aus allen Bundesländern eingelangt, berichtete die ZAMG.

 
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