Österreich | Chronik

Der singende Wahnsinn: Hasselhoff in Gmunden

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Ein Festival nur für David Hasselhoff - Gmunden macht"s möglich. Zum Auftakt gab es einen "wildromantischen Abend" mit "The Hoff". 250-Euro-Karten, Limbo und Heiratsantrag inklusive.

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Baywatch-Alarm in Gmunden: David Hasselhoff im Bademeister-Outfit bei seinem Auftritt am späten Donnerstagabend. Bild: SN/APA/TOBIAS PRIETZEL

Baywatch-Alarm in Gmunden: David Hasselhoff im Bademeister-Outfit bei seinem Auftritt am späten Donnerstagabend.

Bild: SN/APA/TOBIAS PRIETZEL

Vor der Show stand David Hasselhoff den Pressevertretern Rede und Antwort . . . Bild: SN/feitzinger

Vor der Show stand David Hasselhoff den Pressevertretern Rede und Antwort . . .

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. . . auffällig: die blonde Badenixe auf dem T-Shirt. Bild: SN/feitzinger

. . . auffällig: die blonde Badenixe auf dem T-Shirt.

Bild: SN/feitzinger

Auch die Merchandising-Maschinerie um „The Hoff“ lief den ganzen Tag auf Hochtouren. Bild: SN/feitzinger

Auch die Merchandising-Maschinerie um „The Hoff“ lief den ganzen Tag auf Hochtouren.

Bild: SN/feitzinger

Einige Stunden später war es dann so weit: Der „Romantische Abend mit David Hasselhoff“ ging im ausverkauften Stadttheater Gmunden über die Bühne . . . Bild: SN/feitzinger

Einige Stunden später war es dann so weit: Der „Romantische Abend mit David Hasselhoff“ ging im ausverkauften Stadttheater Gmunden über die Bühne . . .

Bild: SN/feitzinger

. . . Fans aus aller Welt sind eigens für die „Hoff Mania“ nach Gmunden gepilgert – auch dieses Pärchen aus dem Südwesten Englands. Bild: SN/feitzinger

. . . Fans aus aller Welt sind eigens für die „Hoff Mania“ nach Gmunden gepilgert – auch dieses Pärchen aus dem Südwesten Englands.

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Einige Hasselhoff-Fans haben sich für die „1st Hoff Mania“ richtig rausgeputzt. Bild: SN/feitzinger

Einige Hasselhoff-Fans haben sich für die „1st Hoff Mania“ richtig rausgeputzt.

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Die beiden Veranstalter Robert Zauner (l.) und Florian Werner eröffneten den Abend. Bild: SN/feitzinger

Die beiden Veranstalter Robert Zauner (l.) und Florian Werner eröffneten den Abend.

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Und dann kam endlich der Star des Abends. David Hasselhoff mischte sich gleich unter sein Publikum. Bild: SN/feitzinger

Und dann kam endlich der Star des Abends. David Hasselhoff mischte sich gleich unter sein Publikum.

Bild: SN/feitzinger

Die ersten Nummern waren Balladen – schließlich sollte es ja auch ein „Romantischer Abend“ werden. Bild: SN/feitzinger

Die ersten Nummern waren Balladen – schließlich sollte es ja auch ein „Romantischer Abend“ werden.

Bild: SN/feitzinger

Die ersten Nummern waren Balladen – schließlich sollte es ja auch ein „Romantischer Abend“ werden. Bild: SN/feitzinger

Die ersten Nummern waren Balladen – schließlich sollte es ja auch ein „Romantischer Abend“ werden.

Bild: SN/feitzinger

Die ersten Nummern waren Balladen – schließlich sollte es ja auch ein „Romantischer Abend“ werden. Bild: SN/feitzinger

Die ersten Nummern waren Balladen – schließlich sollte es ja auch ein „Romantischer Abend“ werden.

Bild: SN/feitzinger

Der 61-Jährige machte den Eindruck, gut in Form zu sein. Kaum mehr Spuren von den Alkohol-Exzessen vergangener Tage. Seit mehr als drei Jahren soll der „Knight Rider“ clean sein. Bild: SN/feitzinger

Der 61-Jährige machte den Eindruck, gut in Form zu sein. Kaum mehr Spuren von den Alkohol-Exzessen vergangener Tage. Seit mehr als drei Jahren soll der „Knight Rider“ clean sein.

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Zu einem Hasselhoff-Abend gehört auch Selbstironie: Der US-Amerikaner erlaubte sich eine Reihe von Späßen mit seinem eigenen Namen. Bild: SN/feitzinger

Zu einem Hasselhoff-Abend gehört auch Selbstironie: Der US-Amerikaner erlaubte sich eine Reihe von Späßen mit seinem eigenen Namen.

Bild: SN/feitzinger

Desto länger das Konzert dauerte, desto Party-lastiger wurden die Songs. Bild: SN/feitzinger

Desto länger das Konzert dauerte, desto Party-lastiger wurden die Songs.

Bild: SN/feitzinger

Desto länger das Konzert dauerte, desto Party-lastiger wurden die Songs. Bild: SN/feitzinger

Desto länger das Konzert dauerte, desto Party-lastiger wurden die Songs.

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Nach rund 2,5 Stunden war das Konzert beendet – und die „Hoff“-Fans wohl einhellig zufrieden. Bild: SN/feitzinger

Nach rund 2,5 Stunden war das Konzert beendet – und die „Hoff“-Fans wohl einhellig zufrieden.

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Bis vor Kurzem wussten Claire und Jeff nicht einmal, dass es so etwas wie "Oberösterreich" überhaupt gibt. Seit Mitte dieser Woche residiert das Pärchen im Herzen von "Upper Austria", genauer in Gmunden. Claire und Jeff kommen aus Swindon im Südwesten Englands. "Um nach Gmunden zu kommen, mussten wir mit dem Auto nach London, mit dem Flugzeug nach Wien und schließlich mit dem Zug hierher. Wir waren mehr als zwölf Stunden unterwegs." Der Grund für die Tortur: David Hasselhoff. In Gmunden geht aktuell die "First Hoff Mania" über die Bühne, das weltweit erste Festival, das einzig und allein "Mr. Baywatch" David Hasselhoff gewidmet ist.

"Wir reisen David praktisch überall nach. Ohne ihn wären wir sicherlich nie hierher gekommen", erzählt Claire. So wie der 42-Jährigen und ihrem Mann geht es dieser Tage vielen Touristen in und um Gmunden. Hasselhoff-Fans aus den USA und Estland sind genauso angereist, wie ganze Reisegruppen aus Deutschland und der Schweiz. Den Anhängern des nach Guinness-Buch meistgesehenen TV-Stars aller Zeiten wird aber auch einiges geboten. Ein Open-Air-Konzert am Stadtplatz geht genauso über die Bühne wie eine "Miss Baywatch"-Wahl und ein "Knight Rider"-Day - inklusive mehrerer sprechender Autos, versteht sich.

Karten bis zu 250 Euro teuer

Während die 13.000-Einwohner-Stadt am Traunsee untertags noch unaufgeregt wirkt, steppt spätestens bei den öffentlichen Auftritten des 61-Jährigen der Bär, oder besser, der Hoff. Maria, Kellnerin in einer Gmundner Bar, ist begeistert: "Alle deutschen Fernsehsender sind hier, es sind mehr Touristen unterwegs und alle paar Meter trifft man jemanden mit einer roten Rettungsboje."

Den Auftakt zum Hoff-Wahnsinn machte am späten Donnerstagabend ein "Romantischer Abend mit David Hasselhoff". Bis zu 250 Euro mussten die geneigten Fans hinblättern, um ihr Idol im ausverkauften Stadttheater Gmunden bewundern zu dürfen. Dafür war der Rahmen aber tatsächlich "romantisch": Nur 450 Menschen passen in das Theater.

"Meine Ex-Frau ist schuld, dass ich hier bin"

Auch "The Hoff" wurde zumindest zu Anfang dem intimen Rahmen gerecht. Tatsächlich live gesungene Liebesschnulzen und Anekdoten aus der Karriere wechselten sich ab. Und der eine oder andere derb-witzige Schmäh war ebenso dabei: "Wieso ich heute Abend hier bin? Weil ich immer noch für meine Ex-Frau zahlen muss." Sogar den Heiratsantrag, über den tagelang gemunkelt wurde, gab es - allerdings nicht für Davids Herzdame Hayley. Ein Fan hielt auf der Bühne erfolgreich um die Hand seiner Liebsten an.

In Hälfte zwei des Konzerts nahm der singende Wahnsinn den erwarteten Lauf: Nach einer halbstündigen Verschnaufpause tänzelte Hasselhoff begleitet von "Baywatch"-Mädels, Bojen und Wasserbällen über die Bühne, ließ die Gmundner Limbo tanzen und trällerte im Glitzer-Sakko das deutschsprachige Duett "Wir zwei allein". Seine Gesangspartnerin war übrigens die Schwester des Veranstalters, die sonst auf Hochzeiten singt. "Und die Baywatch-Girls haben wir gestern im Wirtshaus gecastet", erzählt Organisator Florian Werner stolz.

Hasselhoff als ungeladener Gast

Ähnlich urig ging es in den vergangenen Tagen zu. Der US-Star ließ es sich etwa nicht nehmen, in "Baywatch"-Badehose in den Traunsee zu springen oder seinen 61. Geburtstag mit einer Wanderung auf den Feuerkogel zu feiern. Sogar in eine fremde Geburtstagsparty wurde geplatzt. Veranstalter Werner: "David hat spontan die 60er-Feier meiner Tante gecrasht. Sie ist fast in Ohnmacht gefallen."

Den Fans scheint die ganz normale Hasselhoff-Hysterie zu gefallen. Auch das Pärchen aus dem britischen Swindon ist begeistert: "Genau so haben wir uns das gewünscht", sagt Jeff. Kritik an ihrer Leidenschaft lässt den 39-Jährigen hingegen kalt. "Klar schauen uns unsere Freunde gerne mal blöd an. Aber das ist doch immer so im Leben: Wenn man etwas macht, was nicht jeder gut findet, wird man ausgelacht. Das Wichtigste ist, dass wir glücklich sind. Und Davids Musik macht uns glücklich."

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KOMMENTARE (1)
 

stefan köstlinger

19.07.2013 
13:14 Uhr

Bedanke mich bei einem lakonischen Ralf und einem bildgewaltigen Robert. kösti

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