Bub nach Felssturz in künstlichem Koma
Von Apa | 22.07.2012 - 14:13

Zwischenfall auf Burg Hochosterwitz in Kärnten. Bild: SN/apa (eggenberger)
Neben dem Zehnjährigen ist bei dem Unglück auch ein 27 Jahre alter Oberösterreicher schwer am Kopf verletzt worden. Sein Zustand war Samstagabend sehr kritisch und lebensbedrohlich. Auch er wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt und auf die Intensivstation verlegt. Der 34 Jahre alte Vater des Buben wurde bei dem Unglück leicht verletzt und nach einer ambulanten Behandlung bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
Am Samstagnachmittag hatte sich ein Felsbrocken mit 70 Zentimetern Durchmesser aus einer Felswand gelöst und war in eine Gruppe von Besuchern des Mittelalterfestes auf Hochosterwitz gefallen. Bei dem Felssturz leicht verletzt wurde auch eine 32 Jahre alte Schaustellerin, die Großmutter des Zehnjährigen erlitt einen Kollaps.
Am Sonntagvormittag wurde der Kalkfelsen kommissionell untersucht. Mitglieder der Bergwacht hatten den Felsen abgeklopft und nach losem Material gesucht, sagte Burgherr Karl Kevenhüller-Metsch zur APA.
Der Fußweg auf die Burg bleibt vorerst gesperrt. Es bestehe ein "Restrisiko" weiterer Abbrüche, er habe den Behörden empfohlen, den Fußweg lediglich zur Benützung als Fluchtweg freizugeben, sagte Landesgeologe Franz Goldschmied gegenüber dem ORF Kärnten. Als offener Hauptzugang auf die Burg steht aber weiterhin der Lift zur Verfügung.
Mitteilungen



