150.000 Menschen bei 17. Regenbogenparade in Wien
Von Apa | 16.06.2012 - 16:12
"Das war eine der bestbesuchten Paraden überhaupt. Wir hatten Probleme voranzukommen, weil so viele Menschen auf der Straße waren", zog er im APA-Gespräch Bilanz. Außerdem musste der Zug aufgrund einer Gegendemo einen unfreiwilligen Zwischenstopp einlegen.
Bei der Oper wurde die Parade circa eine Viertelstunde lang angehalten, weil eine Gruppe "rosenkranzbetender Christen" gegen die Veranstaltung demonstrierte, berichtete Högl. Also eine Gegendemo zur Demo, denn die Regenbogenparade hat trotz Partystimmung einen politischen Hintergrund. Die Teilnehmer demonstrieren gegen die Diskriminierung Homosexueller und Transgender-Personen.
Bei der Schlusskundgebung am Rathausplatz, der "Pride Show", versprach Frauenministerin Heinisch-Hosek sich weiterhin für die Rechte von Homosexuellen einzusetzen, etwa was den Kinderwunsch betrifft: "Wir brauchen ganz einfach mehr Regenbogenfamilien in diesem Land." Die grüne EU-Abgeordnete Lunacek forderte die Zuhörer auf: "Nehmt's diese Freude, diese Energie, die wir tanken mit in den Alltag." Denn dieser sei kein leichter.
Die Wiener Stadträtin Frauenberger unterstrich: "Diese Parade ist nicht nur ein Fest, sondern auch ein politisches Statement gegen Ausgrenzung, gegen Diskriminierung und für Akzeptanz und Solidarität." Und Wiens Vizebürgermeisterin Vassilakou zeigte sich zuversichtlich, dass die einzige Bastion, die es noch gebe, "sicher fallen wird in den nächsten Jahren". Dabei handelt es sich um die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule.
Insgesamt nahmen 43 Gruppen an der Schwulen- und Lesben-Parade teil. Für Stimmung sorgten mehrere Trucks, die mit Lautsprechern bestückt laute Beats spielten.
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