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Salzburg | Chronik

10.000 Salzburger waren elf Stunden ohne Heizung

Von Sn/apa-tho | Aktualisiert vor 109 Tagen

Ein Totalausfall des Heizkraftwerks Mitte sorgte am Samstag für ein Chaos in der Wärmeversorgung Salzburgs. Ab 14 Uhr arbeitet die Gasturbine wieder. Am Sonntag konnte der Schaden im defekten Schwerölkessel behoben werden.

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Ein Defekt am Schwerölkessel legte am Samstag, 4. Februar 2012, das gesamte Heizkraftwerk Mitte in der Stadt Salzburg lahm.  Bild: SN/Aktivnews

Schaden am Lager des Hauptgebläses.  Bild: SN/Salzburg-AG

Das Heizkraftwerk Mitte versorgt weite Teile des Stadtgebiets von Salzburg. Bild: SN/Salzburg-AG

Ab 14 Uhr war die Versorgung wiederhergestellt.  Bild: SN/Aktivnews


Das Frieren hat ein Ende: In Salzburg funktioniert die Fernwärmeversorgung seit Samstag um 14.00 Uhr wieder im gesamten Stadtgebiet. "Wir konnten die Versorgung wieder vollständig aufnehmen, die Gasturbine garantiert eine komplette Versorgung der Stadt mit Wärme", sagte Salzburg AG-Sprecher Sigi Kämmerer gegenüber den Salzburger Nachrichten. "Die Technikteams sind seit der Störung im Dauereinsatz. Bis zum frühen Abend wird auch in den weiter entfernten Gebieten die Vollversorgung mit Wärme funktionieren."

In der bisher kältesten Nacht des Jahres legte am Samstag gegen 2.40 Uhr ein Defekt am Schwerölkessel das gesamte Heizkraftwerk Mitte in der Stadt Salzburg lahm. In den Wohnungen und Häusern von rund 40 Prozent der 30.000 Fernwärmekunden fiel die Heizung aus, und es gab kein Warmwasser.

Kälte hat Schaden nicht verursacht

Der Ausfall war durch einen Schaden am Lager des Hauptgebläses beim Schwerölkessel verursacht worden. Die Salzburg AG sprach von einem Materialschaden, der nichts mit der derzeit herrschenden Kälte zu tun hat. Am Sonntag konnte das Ersatzteil montiert und der Schwerölkessel wieder in Betrieb genommen werden, hieß es in einer Aussendung der Salzburg AG am Sonntag.

Über 10.000 Betroffen

Betroffen vom Ausfall waren mehr als 10.000 Fernwärmekunden in der Stadt Salzburg. Glück hatten jene Kunden, die im Stadtzentrum, in der Altstadt und im Andräviertel wohnen. Dort funktionierte die Versorgung problemlos. Weniger gut ging es Fernwärmekunden in den Randbezirken. Insbesondere in Wohnungen im südlichen Bereich der Alpenstraße, im Nonntal, in Parsch und Aigen gab es keinen Nachschub an Heißwasser über das Fernwärmenetz, die Heizkörper kühlten aus. Die Betroffenen behalfen sich bei frostigen Außentemperaturen von minus 10 Grad mit warmer Kleidung und Zusatzheizgeräten. "Je weiter entfernt der Anschluss vom Heizkraftwerk liegt, desto stärker ist die Versorgung eingeschränkt", sagte Jager. Die Salzburg AG bat ihre Kunden, sparsam mit Warmwasser und Wärme umzugehen.

Ausfall in den Krankenhäusern

In den Salzburger Landeskliniken und im Salzburger Unfallkrankenhaus wurde auf eine Notversorgung mit Wärme umgestellt. "Wir hatten durch die gute Isolierung kein Problem. Die Raumtemperatur war wie immer bei 22,8 Grad. Wir haben unnötige Lüftungen abgeschaltet" , sagte Stöckl Alois, Haustechniker am UKH zu den Salzburger Nachrichten. Probleme bei den Patienten gab es keine - auch nicht auf der Intensivstation - die Patienten wurden dort zusätzlich mit elektrischen Wärmedecken versorgt. An einen derartigen Ausfall kann sich der Haustechniker aber nicht erinnern. In den Landeskliniken wurde für die Erzeugung von Heißwasser zum Sterilisieren auf eigene Anlagen umgestellt, bei der Raumwärme gab es keine größeren Probleme, erklärte der technische Leiter der SALK, Christoph Ritzinger.

Elektroheizer und Radiatoren

Eine vermehrte Nachfrage nach Zusatzheizgeräten und Radiatoren bemerkten die Baumärkte am Samstagvormittag in der Stadt Salzburg. "Es sind schon einige Leute dagewesen, die Elektroradiatoren gekauft haben, ein Ansturm war es aber nicht", meinte eine Verkäuferin bei Baumax in Salzburg auf Anfrage der APA. Über Radio Salzburg boten Hörer, bei denen die Heizungen funktionierten, nicht benötigte Heizgeräte oder Aufenthaltsmöglichkeiten für betroffene Familien an.



 

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