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Umdenken in Kärnten

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In der Schweiz ist die Gemeine Geburtshelferkröte heuer das "Tier des Jahres".

Aber nicht einmal Kurt Scheuch wollte dem Richter weismachen, dass es sich bei der Bezeichnung "Kröte" nicht um eine Beleidigung gehandelt habe. Dass der "Kröten-Sager" in Kärnten passiert ist, kommt nicht von ungefähr. Dort, wo über Jahre in der von Jörg Haider und seinen Getreuen betriebenen Politik eine "Uns-gehört-die-Welt"-Stimmung dominiert hat, gehörten flapsige und geschmacklose verbale Verunglimpfungen von Andersdenkenden zur Tagesordnung. Eine SPÖ-Vorsitzende wurde etwa permanent als "schnatternde rote Quack-Ente" diffamiert, über den Namen eines Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurden auf Volksschülerniveau gewitzelt. Jörg Haider ist tot, sein politisches Erbe ein Scherbenhaufen. Und seine Erben, die in einem von Verrohung der Sprache und der Sitten geprägten Biotop aufgewachsen sind, müssen umdenken.

 
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