Salzburg | Standpunkt

Fantasieloser geht es nicht

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Wenn es den Politikern in Stadt und Land ein Anliegen wäre, die Bürger zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen, hätte der jüngste Preisschub nicht passieren dürfen.



Wenn das Ticket plötzlich um 50 Prozent mehr kostet, ist das eine Zumutung - und ein massiver Imageverlust für Bus und Bahn.

Gerade in Zeiten massiv gestiegener Benzin- und Dieselpreise könnten Verkehrsverbund und Verkehrspolitik für stabile Preise sorgen - und so für den Umstieg auf Bus und Bahn werben. Das würde freilich eine Politik voraussetzen, die nicht Pendlerzuschüsse an Autofahrer auszahlt, sondern Alternativen fördert.

In Salzburg aber treibt man lieber die Preise in die Höhe - mit der Begründung, dass ja auch die Kosten gestiegen seien. Das mag wahr sein. Wahr ist aber auch, dass eine fantasielosere Verkehrspolitik kaum vorstellbar ist.

 
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KOMMENTARE (2)
 

Ulrike Hofmann

22.01.2013 
15:48 Uhr

Ich bin dagegen, dass das Thema "Alt gegen Jung" wieder aufgegriffen wird. Wie viele junge Wähler waren eigentlich unter den 50% Nichtwählern? Ich kenne viele Vertreter der Senioren, die sich aus gutem Grund gegen die Wehrpflicht ausgesprochen haben, ich selbst gehöre auch dazu. Ob junge oder alte Stimmen, es ging um die Frage Bundesheer, und jeder, der eine Meinung dazu hat, sollte mit abstimmen bzw. abgestimmt haben.

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Karl Lackner

22.01.2013 
11:17 Uhr

Sehr geehrte Frau Parragh ! "Ihr" Standpunkt "Jugend muss wählen, nicht schimpfen" ist im Ansatz richtig aber: Ihr demographisches Argument die ältere Generation sei in Überzahl greift überhaupt nicht. Darf ich Sie erinnern dass seit Generationen Frauen ( auch als Wählerinnen) in der Überzahl sind - die Ergebnisse kennen wir. Es wäre interessant zu erfahren wie viele der über 500000 Nichtwähler 16-30 Jährige waren. Und wie viele der "älteren Generation" wirklich nicht wählen konnten.

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