Salzburg | Standpunkt

Verbot nur als letzter Weg

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Bettler in der Salzburger Altstadt, auf dem Südtiroler Platz oder auf dem Makart-Steg: Wir alle haben sie schon gesehen, bei kaum jemandem dürften diese Menschen, die großteils aus Südosteuropa kommen, große Freude ausgelöst haben.

Der "Runde Tisch Menschenrechte" hat sich mit der Problematik auseinandergesetzt. Der Tenor der Experten: Mit einem Bettelverbot werden die Armen unsichtbar, aber deren Armut wird nicht verschwinden. Ein "Sicherheitsgesetz" eigne sich nicht dazu, ein soziales Problem zu regeln. Und die derzeitigen Angebote von Sozialeinrichtungen würden nicht reichen, um diese Menschen zu unterstützen. Egal, ob am Ende ein Bettelverbot steht oder nicht: Der Forderung, über das Thema zuerst einmal sachlich zu diskutieren, ist viel abzugewinnen. Denn ein Verbot eines nicht angenehmen Phänomens kann immer nur der letzte Schritt sein.

 
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KOMMENTARE (4)
 

Josef Penzendorfer

19.01.2013 
20:20 Uhr

Ich schätze als langlähriger Abonnent der SN Ihre Arbeit sehr; was die Wr. Medien im Zusammenhang mit der Volksbefragung angerichtet haben - "Heute" & "Österreich" blättere ich leider ab und zu während einer Bahnfahrt durch, um mich im Nachhinein stets sehr darüber zu ärgern -, ist freilich unter jeder Kritik. Leider musste ich aber feststellen, dass diesmal auch sehr renommierte Zeitungen - und die Ihre zähle ich dazu - zumindest leicht tendenziös (für Berufsheer) berichtet haben. Schade!

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Herbert Langegger

19.01.2013 
15:49 Uhr

Die Schlussfolgerung ist grundfalsch. Direkte Demokratie gehört nicht boykottiert sondern weiter ausgebaut. Dass der Großteil (nicht alle!) der Beamten und Politiker unfähig und korrupt ist, ist hinlänglich bekannt. Also haben wir unsere Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, oder?

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Anton Wagner

19.01.2013 
11:30 Uhr

Dieser Bericht ist eine Sensation an Wahrheit Den man nur sehr selten zu lesen bekommt. Leider etwas spät. Die vom Wähler in Auftrag gegebenen Arbeiten an die Politik sind in dieser Periode nicht im geringstem erfüllt worden. Diese Regierung hat nur mit altem Schmutz sich gegenseitig beworfen. Und aus den Fehlern der Vergangenheit keinen Millimeter gewichen. Ein solches Wirtschaften wurde bei der Gründung der 2. Republik sicher nicht in die Wiege gelegt. Eine Schande was diese letzten 2 Ge

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Mag. Andreas Bl

19.01.2013 
11:29 Uhr

Ist "Wahl" eine Lösung, deren Resultat man nicht kennt, weil vorsorglich alles schwammig und nebulos gelassen wurde, eine Lösung? Ist nichtwählen besser, weil es in dem Fall Ausdruck von Protest gegen diese einfach nur dumme Befragung ist? Würde theorethisch jeder wählen gehen, weil´s sich demokratisch so gehört, könnte die Regierung mit Fug und Recht auf die große Zustimmung u. Aktzeptanz der Befragung wie auch für die gewählte Variante Variante verweisen. So wird sie es nicht können.

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