Salzburg | Standpunkt

Worte und Taten

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Es ist so, und das gehört auch gesagt: Diese Regierung hat in den vergangenen Jahren an der Reform der Verwaltung gearbeitet.

Die Offenlegung der Parteienförderung, öffentliche Subventionsberichte und Budgets, mehr Kompetenzen für den Landesrechnungshof - das können sich SPÖ und ÖVP auf die Fahnen heften.

Viel Ruhm dürfte nun nicht mehr übrig sein. Der Finanzskandal hat das Land und seine Regierung nicht nur beschädigt, sondern dem öffentlichen Hohn zwischen Hamburg und Sizilien preisgegeben.

Nach der Schadensabschätzung kommen nun wieder Reformvorschläge. Sie sind teils radikal und neu, teils verstauben sie als Konzepte seit Jahren in den Schubladen der Regierungsbüros. Allesamt sind sie sinnvoll und überlegenswert. Denn es ist höchste Zeit, das Land und seine Ämter endlich ins 21. Jahrhundert zu befördern. Dazu braucht es Fleiß, Visionen - und vor allem den Mut, sich bei Übervorsichtigen und Modernisierungsverlierern unbeliebt zu machen.

Genau dazu bietet diese Zeit nach Salzburgs schwerster Krise die einmalige Chance. Danach, wie sie genutzt wird, sollen die Wähler ihre politischen Vertreter beurteilen.

 
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KOMMENTARE (1)
 

René Herndl

21.07.2013 
20:55 Uhr

Liebe Frau Kainberger, ich habe selten einen derart angepassten Leitartikel gelesen - Hofberichterstattung pur! Dass die Salzburger Festspiele als Festival der reproduzierenden Hochkultur noch immer existiert, ist gerade wegen der permanenten Einmischung durch die Politik ein soziologisches Wunder, die Eitelkeiten der aktiven und passiven Akteure eine geradezu verblüffende Tatsache. Frau Rabl-Stadler als stabilen und stabilisieren Faktor darzustellen, das ist jedoch die Absurdität schlechthin

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