| Standpunkt

Das System Armstrong

|

Lance Armstrong hätte die einmalige Chance gehabt, reinen Tisch zu machen. Darauf hat er mit Kalkül verzichtet.

Noch heute erzählen Radprofis ehrfurchtsvoll, wie es war, wenn Lance Armstrong mit seinen Helfern durch das Peloton pflügte. "Jeder hat gleich einen halben Meter mehr Platz gemacht, um nur ja nicht anzustreifen", erzählte Bernhard Kohl. Lance Armstrong hat immer alle Zügel in der Hand gehabt. Das gilt auch heute noch, obwohl er als wohl jahrelanger Leugner, Lügner und Dopingsünder überführt ist. Armstrong gibt genau das zu, was ihm schon nachgewiesen wurde. Er nennt keine Hintermänner, schützt das System und auch den Weltverband UCI, den viele im Radsport nicht als Opfer, sondern als Täter in der Causa wahrnehmen. Doch Armstrongs Steilvorlage dient dem Verband dazu, weiterhin zu mauern. Doping? Maximal ein einmaliger Ausrutscher.
Das System Armstrong geht weiter.

 
Teilen
Facebook Twittern Google+ Versenden Drucken
0
schließen (x)

 

 

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzuschicken.

Benutzername
Passwort
 

Passwort vergessen ›      Jetzt registrieren ›
 
 
KOMMENTARE (0)