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Gerhard Kuntschik und Michael Smejkal über die österreichische und internationale Eishockeyszene.

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Keine Trainerdiskussion bei desolaten Eisbullen

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Sechs Niederlagen in den vergangenen sieben Spielen, dazu als "Krönung" Freitag in Dornbirn vom Liganeuling vorgeführt und beim Debüt von Enström, Clarkson und Brückler keinen einzigen Penalty im Shootout verwandelt.



Mittlerweile fragen sich nicht nur erzürnte Salzburger Dauerkartenbezahler sondern die gesamte Liga: Was ist mit diesen Bullen los? Und während in diversen Foren die Rufe nach einem Abschied von Cheftrainer Pierre Pagé in dessen sechster Saison in Salzburg im Chor erschallen, bleibt ein Echo aus der Vereinsführung aus.

Nur so viel ist aus dem Bullenlager zu hören: "Da müssen wir gemeinsam durch. Es gibt keine Trainerdiskussion, es wird keine Rochaden in den Führungsfunktionen geben." Man sehe ein, dass die Mannschaft weit unter Potenzial spiele, hieß es, aber: Sie werde auch wieder ihr wahres Können zeigen. Die Führung ist überzeugt: Pagé erreicht die Mannschaft und wird von dieser respektiert. Und es ist anzunehmen, dass es wohl keinen Spieler gibt, der dies mit offiziellen Worten bestreiten würde. Über der Klubführung des EC Red Bull Salzburg steht direkt der oberste Bullenchef, und von dem ist keine Reaktion auf die gegenwärtige sportliche Misere der Eishockeyabteilung bekannt. Dabei war Salzburg seit dem Wiederaufstieg 2004 mit Ausnahme des ersten EBEL-Jahres noch nie so weit weg von der Spitze und so deutlich unter dem "Strich". Angesichts der Verhältnisse (aus der Führung hört man: "Die Spieler werden verwöhnt, ihnen wird alles ermöglicht") wird die Situation noch beschämender.

Sonntag wartet der KAC auf die Bullen, der Freitag das Derby gegen Villach nach 4:2-Führung noch vergeigte (4:5). In der aktuellen Form muss für Trattnig & Co. beim Erzrivalen das Schlimmste befürchtet werden.

Das Gemeinsame gilt seit Freitag nicht mehr für Ryan Kinasewich, vom kanadisch-kroatischen Stürmer hat sich der Exmeister "in beiderseitigem Einvernehmen" getrennt, um ihm die Suche eines neuen Arbeitsgebers zu erleichtern. Kinasewich' Zeit in Salzburg nicht zu Ende, weil man einen Vierpunkter loswerden wollte, wie mancherorts zu hören war, sondern weil es offenbar Vorfälle gab, deren Details aber nicht kommuniziert werden.

 
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