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Smart-TVs sind die Stars auf der heurigen IFA in Berlin

Von Sn, Dpa | 26.08.2013 - 15:14

Das Internet macht dem Fernseher Beine, neue Smart-TVs bieten eine Vielzahl an neuen Funktionen. Aber was wünscht sich der Nutzer wirklich? Der Trend geht von Hightech zu "Shytech", hat die Branche erkannt.

Smart-TVs sind die Stars auf der heurigen IFA in Berlin

Apps erobern nicht nur mobile Geräte, sondern auch Fernseher.  Bild: SN/christian schneider

In knapp zwei Wochen blickt die Welt der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik auf die IFA nach Berlin. Wer auf der größten Messe der Branche der Star sein wird, steht bereits fest: Smart TVs. Sie sollen wieder Schwung ins Geschäft bringen, doch die Nutzer halten sich bislang zurück. Die Vorzüge der Geräte und die Verbindung mit Netz-Anwendungen wie Facebook, Skype oder YouTube sowie den Mediatheken werden von den Verbrauchern kaum genutzt. Oder sind sie gar nicht bekannt? Nur gut die Hälfte (58 Prozent) der Smart-TVs in den Wohnzimmern sind überhaupt ans Internet angeschlossen, wie jüngst eine Studie der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik gfu ergab.

Die Branche hat ein Kommunikationsproblem erkannt. Immerhin hat man sich nun auf einen Begriff geeinigt. Zuvor konnten sich die Nutzer zwischen Web-TV, Internet-Fernsehen, Smart-TV, Hybrid-TV und IP-TV entscheiden - alles Konzepte, die ähnlich oder in verschiedener Weise Netzinhalte auf den Fernseher bringen sollten. Erstmals wurde verbandsübergreifend eine Kampagne gestartet, um die Verbraucher aufzuklären. Ein neues Logo soll Übersicht in den Angebots-Dschungel bringen. Und eine Website erklärt die Vorzüge der netzfähigen Fernseher.

Die Technik rückt in den Hintergrund

Einfache Bedienbarkeit hat sich als einer der wichtigsten Trends unter den Geräteherstellern entwickelt. In den letzten Jahren habe sich die Bedienführung bei den Geräten immer deutlicher verbessert und vereinfacht. "Es gibt eine Entwicklung von Hightech zu Shytech", sagt Hans Wienands, Chef von Samsung Deutschland und Vorsitzender des Fachverbands Consumer Electronics im Branchenverband ZVEI. Das Kunstwort setzt sich aus "tech" für Technik und dem englischen "shy" für scheu zusammen. "Die Technik tritt immer mehr in den Hintergrund", erläutert Wienands den Trend. Samsung habe deshalb auch Studien zu den Wünschen der Nutzer in Auftrag gegeben und anhand der Ergebnisse das Benutzer-Interface weiter optimiert.

Branche hofft auf Impulse durch IFA

Im September werde die IFA wieder starke Impulse setzen, ist sich die Branche sicher. Die können die TV-Hersteller gut gebrauchen. Im ersten Halbjahr sackte der Umsatz mit den Geräten um mehr als ein Viertel (minus 26 Prozent) ab, mit 2,7 Millionen Stück wurden exakt 25 Prozent weniger Geräte verkauft. Das Smartphone hat den Flachbildfernseher deutlich den Rang abgelaufen. Die Hosentaschencomputer verkauften sich wie warme Semmeln. Der Umsatz legte um 26,9 Prozent auf gut 3,6 Milliarden Euro zu. Das Geschäft mit TV-Geräten war mit knapp 2,3 Milliarden Euro deutlich kleiner.

 
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