Günther Jauch: Keine Weinsendung
Von Sn, Dpa | 25.06.2012 - 12:20

Günther Jauch in seinen Weinbergen. Bild: SN/dpa
Neu-Winzer Günther Jauch ist auch nach zwei Jahren auf dem Weingut noch lange kein Weinexperte. "Bei zwölf Weinen in der Blindverkostung würde ich vielleicht zehnmal scheitern", sagte der Showmaster, Produzent und Journalist der "Süddeutschen Zeitung".
Jauch und seine Frau Thea hatten das "Weingut von Othegraven" zum Juli 2010 aus Familienbesitz gekauft - nach dreijähriger Nachdenkphase. "Ich wollte, dass das Gut in der Familie bleibt, sonst wäre es zerschlagen worden. Ich hätte mir nie einfach so ein Weingut gekauft."
Die wirtschaftliche Entwicklung sei erfreulich. Im ersten Geschäftsjahr hätten sich die Umsätze verdoppelt, im zweiten, das zum 30. Juni ende, laufe es mit dem Verkauf noch besser. Auf dem rund 15 Hektar großen Weingut, dessen Gründung ins 16. Jahrhundert zurückgeht, werden die Riesling-Trauben per Hand gelesen.
Es gehe darum, das Gut ökonomisch nachhaltig zu bewirtschaften, und das erfordere einen langen Atem, sagt Jauch. Mit seinem Namen will der Journalist nicht werben. Es bleibe bei der Marke "Othegraven". "Da müsste die Not schon ganz groß werden, um das zu ändern." Jauch stehe immerhin klein hinten auf der Flasche. Er habe auch durchaus Angst gehabt, dass der Wein nicht ankommen könnte. "Dass die Leute sagen: Im Fernsehen sehen wir den gern, aber bei seinem Wein zieht es uns die Schuhe aus."
Dabei sei der Kanzemer Altenberg vor hundert Jahren der teuerste Wein der Welt gewesen. Er habe fünf Goldmark gekostet, doppelt so viel wie die teuersten Bordeaux-Weine. "Er wurde bei Hofe getrunken."
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