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Facebook verteidigt automatische Gesichtserkennung

Von Apa/ag. | 16.08.2012 - 13:10

Facebook hat sich nach der Wiederaufnahme des Verfahrens der Hamburger Datenschutzbehörde gegen Kritik an der automatischen Gesichtserkennung verwahrt. Sie sei "konform mit dem Datenschutzrecht" erklärte ein Sprecher.

Facebook verteidigt automatische Gesichtserkennung

Facebook bekommt juristischen Gegenwind. Bild: SN/apa (epa)

Derzeit werde in Absprache mit dem europäischen Datenschutzbeauftragten von Facebook in Irland an einer Lösung gearbeitet, wie künftig Nutzer über Fotomarkierungs-Vorschläge informiert würden. Mit Hilfe der automatischen Gesichtserkennung können Personen auf Fotos erkannt werden. Diese Funktion hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr nahezu stillschweigend nach den USA auf weitere Länder ausgeweitet.

Die Hamburger Datenschutzbehörde hat nach mehr als zwei Monaten Pause das Verfahren gegen die automatische Gesichtserkennung beim derzeit mehr als 900 Millionen Nutzer zählenden Netzwerk wiederaufgenommen. Ziel ist es laut dem Hamburger Datenschutz-Beauftragten Johannes Caspar: "Die bereits erhobenen Daten der Betroffenen sind zu löschen oder es ist zumindest sicherzustellen, dass die Betroffenen einer weiteren Speicherung und Verwendung ihrer Gesichtsdaten nachträglich ausdrücklich zustimmen können." Diesem Wunsch sei Facebook bisher nicht nachgekommen und verzichte nur vorerst auf die Erstellung weiterer Gesichtsmodelle.

Im Juni hatte Facebook erklärt, die Verhandlungen mit der irischen Datenschutzbehörde stünden vor einer rechtlich tragfähigen Einigung. Irland ist zuständig, weil sich dort die Europazentrale von Facebook befindet.

 
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