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Datenschutztag: Arbeiterkammer warnt vor Facebook

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Die heimische Arbeiterkammer nutzt den Europäischen Datenschutztag am Montag, um vor den Gefahren rund um Internet und Handys zu warnen. Facebook und eine Spiel-App stehen besonders in der Kritik.

Datenschutztag: Arbeiterkammer warnt vor Facebook

Die Arbeiterkammer macht auf die Datenschutz-Risiken um Facebook aufmerksam. Montage: SN/Dopsch

Alle Jahre wieder: Seit 2007 wird am 28. Jänner der Europäische Datenschutztag begangen. Der vom Europarat ins Leben gerufene Aktionstag soll "die Bürger Europas für den Datenschutz sensibilisieren". Auch die österreichische Arbeiterkammer (AK) nutzt den Tag, um auf Gefahren in Sachen Datenschutz aufmerksam zu machen; vor allem im Umgang mit Handys und dem Internet solle man vorsichtig sein. "Gehen Sie mit Ihren Daten im Netz sorgsam um. Das Internet vergisst nicht. Einmal veröffentlichte Daten sind kaum zu entfernen", mahnt AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. "Beachten Sie: Sogar lustige Fotos im Netz können etwa bei einer Jobsuche hinderlich sein."

Gefahrenquelle Facebook

Facebook, mit über einer Milliarde Nutzer das größte Soziale Netzwerk der Welt, sei "besonders gefährlich". Deshalb rät Zimmer: "Bevor eine Freundschaftsanfrage auf Facebook angenommen wird, sollte man die Person unter die Lupe nehmen." Zudem sollten Facebook-User die Privatsphäre-Einstellungen mindestens einmal im Monat prüfen, "da sie sich häufig ändern".

Auch das Dauer-Thema Phishing greift die Arbeiterkammer auf. "Beim Phishing versuchen Betrüger, mittels gefälschter Websites und E-Mails an Passwörter zu kommen", erklärt die AK. Das betreffe nach wie vor in erster Linie Online-Bankkonten. "Banken fragen Kundendaten nie per Mail ab. Am besten ist es, solche E-Mails schlicht sofort zu löschen."

Spiel "Paper Toss" in der Kritik

Smartphone-Apps seien eine weitere Gefahrenquelle in Sachen Datenklau. Zimmer: "Apps sind oft als Datensammler tätig. Sie geben Daten zum Beispiel an Werbenetzwerke weiter, ohne die User darüber zu informieren." So übertrage etwa das Spiel "Paper Toss", bei dem man virtuell Papierkugeln in einen Mülleimer wirft, den Standort des Nutzers gemeinsam mit der Telefon-ID an fünf internationale Werbenetzwerke - und das ohne darüber zu informieren. Besonders gefährlich seien zudem sogenannte In-App-Käufe (die SN berichteten).

Die Ratschläge der Arbeiterkammer im Überblick:

Geben Sie im Internet nicht zu viele persönliche Daten preis.
Wenn Sie Fotos mit anderen Personen im Netz veröffentlichen, fragen Sie vorher, ob diese einverstanden sind.
Seien Sie bei Gratis-Apps vorsichtig. Klicken Sie Werbelinks nicht an.
Prüfen Sie beim Installieren der App die Zugriffsberechtigungen unter den Einstellungen.
Datendienste können Sie am Handy seit Mai 2012 kostenlos sperren.

 
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