Aufreger: Sarkozy-Parodien auf Twitter gesperrt
Von Sn, Apa/afp | Aktualisiert vor 92 Tagen

Sorgt auch auf Twitter für Aufregung: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Bild: SN/EPA
Die Vereinigung Internet ohne Grenzen (ISF) sprach am Montagabend von "politischer Zensur" wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich. Das Internet-Wahlkampfteam des konservativen Kandidaten wies dies zurück.
Nach Angaben des Sarkozy-Teams wurden die Twitter-Konten gesperrt, weil sich die Nutzer nicht an die Regeln des Internet-Kurznachrichtendienstes gehalten hätten. Es dürften nicht der Name beziehungsweise die Identität einer anderen Person vorgespiegelt werden. An diese Regel müssten sich alle Twitter-Nutzer halten.
Das Internet-Team des sozialistischen Herausforderers von Sarkozy, François Hollande, wandte sich indes in einem "offenen Brief" an Twitter. Die Entscheidung sei "wenig verständlich". Es sei "unerklärlich", wenn davon Twitter-Konten getroffen würden, denen keinesfalls vorgeworfen werden könne, sich die Identität einer anderen Person zu eigen zu machen. Zudem sei dies umso fragwürdiger, wenn gleichzeitig Hollande-Parodie-Konten weiter liefen.
Der Internet-Informationsdienst Numerama nannte den Vorwurf der "Zensur" übertrieben. Es gehe vermutlich eher darum, dass massiv die Sperrung der Parodie-Konten verlangt worden sei. "Wenn es genug Anzeigen gibt, dann wird der Account von Twitter automatisch aufgehoben." Zu den gesperrten Twitter-Konten zählen @_NicolasSarkozy sowie @MaFranceForte und @ForteFrance in Anspielung an Sarkozys Wahlkampf-Slogan.
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