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Lifestyle | Urlaub

Volle Segel durch den Schnee

Von | Aktualisiert vor 110 Tagen

Die sechs schönsten Snowkite-Reviere von Südtirol bis Norwegen

Der Drache macht das Tempo – Trendsport Snowkiten.  Bild: SN/SRT 

Arme lang!" ruft der Kite-Trainer seinen Schützlingen zu. Mit hohem Tempo schießen sie durch den lockeren Pulverschnee. Bloß nicht an der Lenkstange des Drachens, dem Bar, festklammern, sondern die Arme schön strecken, und schon wird die wilde Fahrt durch den Schnee langsamer. Snowkiten kann eigentlich jeder lernen, der Snowboard oder Ski fährt, und es hat sich in den vergangenen Jahren zum Winter-Trendsport gemausert. Kiter lassen sich auf ihrem Snowboard oder ihren Ski von einem Lenkdrachen mithilfe der Windkraft über verschneite Wiesen ziehen, und mit etwas Mut und Muskelkraft können sie ein Stück weit fliegen, spektakuläre Sprünge meistern und Tiefschneehänge sogar bergauf gleiten. Zum Snowkiten braucht man keine aufwendig präparierten Pisten und teuren Liftanlagen, sondern nur einen Kite-Schirm, Ski, Schnee und Wind. Anfänger sollten jedoch nicht auf eigene Faust erste Erfahrungen sammeln, sondern einen Snowkite-Kurs besuchen. Snowkiten ist leichter zu lernen als Surfen auf dem Wasser und macht einfach viel Spaß.

Zu einem Snowkite-Paradies hat sich in den vergangenen Jahren der Bayerische Wald entwickelt. Dort, rund um St. Englmar und Philippsreut, finden Snowkite-Fans ein geeignetes Terrain, um stundenlang sanft mit dem Gleitschirm über verschneite Wiesen zu cruisen. Ein Vier-Stunden-Grundkurs kostet bei Kite-Bar 150 Euro.

www.kite-bar.de, Tel. 0171/2760555

Auch im Salzkammergut eignen sich der beständige Wind und die leicht hügelige Voralpenlandschaft perfekt zum Snowkiten. Auf dem Thalgauberg, im ersten und größten Snowkite-Park Österreichs, hat der Kite-Pionier Hardy Brandstötter eine Snowkite-Schule aufgebaut und schwärmt von der spektakulären Anlage. Nicht nur technisches Können steht bei den Kursen in Thalgau im Vordergrund, sondern auch eigenverantwortliches und sicheres Verhalten. Ein Vier-Stunden-Grundkurs kostet im Snowkitepark Thalgauberg 130 Euro.

www.snowkiting.at, Tel. 0676/84102411

Noch leichter lässt sich Snowkiten auf zugefrorenen Seen erlernen - keine Bäume, keine Hochspannungsleitungen und unübersichtlichen Kuppen stören dabei. Der Reschensee in Südtirol ist bei den Sportlern aufgrund der guten Windverhältnisse sehr beliebt. Dort treffen sich Kitefans aus vielen Nationen auch zur ersten Europameisterschaft im Snowkiten von 20. bis 22. Jänner. Auf dem schneebedeckten, gefrorenen Stausee werden in den Wintermonaten täglich Kurse der Kitesurf-Schule Reschen angeboten. Ein Zwei-Tage-Grundkurs mit einer Übernachtung mit Frühstück kostet ab 209 Euro pro Person.

www.kiteschool.it, Tel. 0039/335/6026836

Ab Mitte Jänner treffen sich Snowkiter alljährlich im Oberengadin in der Schweiz - und jedes Jahr werden es mehr. Auf dem Berninapass und dem Silvaplanasee finden die Kite-Piloten attraktive Reviere mit beständigem Wind und viel Platz für gewagte Sprünge. Mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde flitzen sie in voller Fahrt über den Schnee. Bereits seit 1994 bietet die Snowkite-Schule Silvaplana Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Ein Drei-Stunden-Grundkurs kostet 120 Schweizer Franken, das sind etwa 100 Euro.

www.kitesailing.ch, Tel. 0041/81/8289767

Auf dem Rittner Horn bei Bozen in Südtirol mit seinen weiten, schneebedeckten Flächen können Snowkiter den grenzenlosen Sport zwischen Himmel und Schnee vor der atemberaubenden Kulisse der Sarntaler Alpen erleben. Erfahrene Kiter springen dort bis zu 100 Meter weit und mehr als zehn Meter hoch. Die Kite-Schule Skywalker, die auch am Feldberg im Schwarzwald und in Zell am See Kite-Schulen betreibt, bietet einen Vier-Stunden-Grundkurs ab 120 Euro und einen intensiven Tageskurs "Kite in a day" für zwei Personen mit einem Lehrer für 190 Euro pro Person.

it.kiteschule-skywalker.de, Tel. 0049/711/67349891

Das gelobte Land aller Snowkiter ist jedoch das Gebirgsdorf Geilo in Norwegen. Viele Snowkite-Profis verbringen auf dem Hochplateau der Hardangervidda den ganzen Winter in dem vermutlich besten Snowkite-Spot der Welt. Dort trifft sich die Elite des neuen Trendsports zum Cruisen, Sliden und gewagten Sprüngen bei sekundenlanger Airtime. Keine Frage, Snowkiten ist cool. Der Reiseveranstalter Ski und mehr bietet sieben Übernachtungen in Geilo, zwei Übernachtungen auf der Fähre inklusive Pkw-Stellplatz von Kiel nach Oslo im Achtbettappartement ab 279 Euro pro Person an.

www.snowkiten-norwegen.de, Tel. 0049/431/2597030



 

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