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Lifestyle | Urlaub

Sueños Caribeños - Karibische Träume

Von | Aktualisiert vor 117 Tagen

Bilderbuchstrände, üppige Natur und koloniale Geschichte - alles inklusive in der Dominikanischen Republik. Die karibische Insel wird neu entdeckt - auch außerhalb der luxuriösen Hotelanlagen.

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 Bild: SN

Getanzt wird in den Nationalfarben. Bilder: SN/EDER

HandgerollteZigarren von Leo.  Bild: SN

Frisch gefischt: delikate Schatztruhe.   Bild: SN


Assoziationskette: Ich sage Karibik und Sie sagen Palmenstrand, ich sage "DomRep" und Sie sagen all-inclusive. Bestimmte Begriffe lösen in unseren Köpfen sehr schnell Bilder aus. Und Vorurteile. Diese bekämpft man am besten durch einen Lokalaugenschein. Die Autorin reiste in die Dominikanische Republik, vulgo "DomRep" und stellt fest, dass das Land auf der östlichen Hälfte der Insel "Hispaniola" weit mehr zu bieten hat als Bettenburgen an paradiesischen Stränden.
Bei den Safari-Ausflügen von Bavarorunners geht es um Nachhaltigkeit, Kultur und Tradition, um das Kennenlernen der typischen Lebensweise der Dominikaner. Die abenteuerlichen Fahrten führen abseits der Hauptstraßen Punta Canas ins Hinterland, durch verschlafene Dörfer mit karibischen Häusern aus Königspalmenrinde. Die Architektur der Insel, deren Farben und Formen sind eine Hommage an die Natur. Vor einem besonders schmucken Häuschen - ganz in Pink - halten wir. Es gehört Maria Rosario. Der Besuch ihres Zuhauses ist ein Punkt auf dem Programm. An der Wand hängen Familienfotos, die Nationalflagge und ein Poster von Hallstatt (weltweit populär!). Das Mobiliar ist einfach, aber in leuchtenden Farben. Alles hier versprüht Lebensfreude. Karibische Träume (spanisch "sueños caribeños") in Pastellrosa, ein beinah intimer Blick hinter die touristischen Kulissen.
Auf dem dazugehörigen Anwesen, einer kleinen organischen Farm, gehen wir auf Tuchfühlung mit den wichtigsten Exportgütern des Landes. Wir erfahren, warum die Banane krumm ist: weil sie an Bananenstauden nach unten hängt und später, wie alle Pflanzen, zur Sonne hin wächst. Durch den Richtungswechsel bekommen sie ihre krumme Form. Wir sehen, wie Kaffee geröstet wird und verkosten frischen Kakao. Dazu werden allerlei Früchte gereicht - der intensive Geschmack der Mango bleibt unvergessen. Alle Produkte können natürlich direkt beim Erzeuger, Maria Rosario, gekauft werden. Wir packen unsere Taschen voll und ziehen weiter. Schließlich gibt es noch mehr zu verkosten.
Seit Beginn des 16. Jahrhunderts wird auf der Insel Zuckerrohr angebaut. Bereits kurz danach verarbeitete man es erstmalig zu Alkohol. Heute ist Rum aus der Dominikanischen Republik auch bei uns ein Begriff - die zwei führenden Destillerien Brugal und Barcelo liefern weiche, goldfarbene Sorten mit dezenter Süße und feinen Würznoten. Auf den Plantagen arbeiten Haitianer, die Billiglohnkräfte der Dominikanischen Republik. Sie werden nach Ertrag bezahlt: Ein Arbeiter schneidet etwa drei Tonnen pro Tag - und erhält dafür rund zehn Dollar.
Wir probieren erst das Rohprodukt, frisch gepressten Zuckerrohrsaft, und dann den Rum, der bei vielen Mitreisenden die Lust auf Zigarren weckt. Diese werden der Einfachheit halber gleich nebenan von Leo gerollt und im Shop verkauft. Die Zigarren des Landes sind zwar nicht so bekannt wie die kubanischen, jedoch unter Kennern ebenso geschätzt.
Führend ist "La República Dominicana" jedoch in anderen Dingen. Und das erstaunlich oft. Wussten Sie zum Beispiel, dass auf der Insel die erste Stadt der neuen Welt liegt - mit der ersten Universität und der ersten Kathedrale? Fünfhundert Jahre Geschichte machen die Hauptstadt Santo Domingo zum interessanten Ausflugsziel.
Das Kopfsteinpflaster der Calle Las Damas und die historischen Gebäude sind eine schöne Abwechslung zu Strand und Meer. Wobei ... Wer immer schon wissen wollte, wo die sehnsuchtsweckenden Karibik-Motive der Ferienindustrie entstanden sind - wird wohl auf dem Traumeiland Saona fündig. Eine Palme nach der anderen räkelt sich Richtung Wasser und wartet nur darauf, fotografiert zu werden. Später, denn die Freiluftmassage dauert noch 45 Minuten. Ruhe. Noch. Bald ertönen rhythmische Reggaetonklänge (Mischung aus Reggae, Hip Hop und Salsa). Dazu werden die Hüften geschwungen und Rum-Cola-Mischungen in Plastikbechern verteilt - "muy fuerte" (spanisch: sehr stark) versteht sich. Die Touristenscharen trudeln erst mittags per Speedboot und Katamaran hier ein. Wo sind sie vorher? Meist in und um Punta Cana, der sonnenreichsten Region der Dominikanischen Republik mit beeindruckenden 50 Kilometern Sandstrand. Wer erstklassige All-inclusive-Hotels schätzt, den Blick über glasklares Meer schweifen lassen und Karibik-Feeling pur möchte, ist hier richtig. Also doch pauschal? Nun denn, ein bisschen Wahrheit steckt hinter jedem Vorurteil. Jedoch hat die Dominikanische Republik ihr Spektrum um ein Vielfaches erweitert und kann ohne Weiteres auch individuell - all-exclusive - bereist werden.
Als Kolumbus 1492 ins Ungewisse aufbrach, um eine Westroute nach Indien zu finden, entdeckte er stattdessen die karibische Inselwelt, die zu einem unbekannten Kontinent gehörte, allen voran: die Dominikanische Republik. In einem Schreiben an König Ferdinand und Königin Isabela von Spanien beschrieb er sie als "das schönste Land, das je ein menschliches Auge gesehen hat". Auch heute können Reisenden diese Worte bei einem Besuch noch über die Lippen kommen.

Anreise: Bis Ende April fliegt Condor jeden Mittwoch direkt von Wien nach Punta Cana.
Veranstalter: Thomas Cook hat auf der Dominikanischen Republik 37 Hotels im Programm, Neckermann 43.
Infos: www.neckermannreisen.at.



 

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