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Igludörfer sind kurzlebig und beliebt

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Igludörfer sind die kurzlebigsten aller Hotels. Die Betten aus Eis bleiben ein exklusiver Spaß.

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Nächtliche Lichtspiele machen das Igluabenteuer auf dem Berg zu einem romantischen Erlebnis.  Bild: SN

Nächtliche Lichtspiele machen das Igluabenteuer auf dem Berg zu einem romantischen Erlebnis.  

<strong>Wie die Hobbit-Häuser</strong> in Mittelerde reihen sich die Iglus in Kühtai aneinander.  Bild: SN/Igludorf Kühtai

Wie die Hobbit-Häuser in Mittelerde reihen sich die Iglus in Kühtai aneinander.  

Bild: SN/Igludorf Kühtai

Zuerst war der Ballon, dann der Schnee.  Bild: SN/Igludorf Kühtai

Zuerst war der Ballon, dann der Schnee.  

Bild: SN/Igludorf Kühtai




Die Ersten, die Touristen auf Eis legten, waren Schweden. 1990 entstand dort am Rande einer Eiskulpturenausstellung in Jukkasjarvi das erste Eishotel. Im alpinen Raum wurde diese Idee erst später aufgegriffen. Auf Salzburger Gebiet beschränkte sich das Angebot bisher auf ein spektakuläres Dorf auf dem Kitzsteinhorn. Seit dem Vorjahr wird dort auf Übernachtungsgäste verzichtet. Geblieben sind die glitzernden Party-Iglus. Die Jahre davor konnte man auf 2500 Metern noch ein Tatarenhut-Dinner im violett schimmernden Iglu genießen und sich in einer Fasssauna wärmen. Der Aufwand sei seit dem Ausstieg von Sponsor Volvo zu groß geworden. "Die Sache war ausgesprochen personalintensiv und die Nachfrage ohne die von Volvo angekarrten Händler- und Mediengruppen zu gering", erklärt Maria Hofer von der Kitzsteinhorn AG. Andernorts erfreut man sich offensichtlich intensiverer Nachfrage. Seit rund fünf Jahren funktioniert das Igludorf im Skigebiet Hochötz zur Zufriedenheit der Betreiber. 1500 Übernachtungen wurden vergangenen Winter gezählt. Allerdings: "Die Iglus sind ein schönes Winterhobby, reich werden wir nicht damit", sagt Hans Lebiedzik. Manche Iglugäste aber kämen im Sommer wieder, "so gewinnen wir neue Gäste für Rafting und Canyoning". Gesucht wird von den Gästen zwar kühle Zweisamkeit, die Abenteuerlust aber kennt doch auch Grenzen. Ein "Notausstieg", durch den man nächtens zumindest per Snowmobil in die Zivilisation zurückkehren kann, scheint vielen wichtig. Mittlerweile entstehen die eisigen Hotels eher in Ortsnähe, so wie in Kühtai.

Moderne Iglus

Seit Weihnachten wurden dort ein Dutzend Schlafiglus präpariert. Hinzu kommen zwei Großiglus: eines für Bar und Rezeption und eines für die Gastronomie. "Wir bieten 500 Quadratmeter Eventfläche", erklärt Betreiber Philipp Walschebauer. Errichtet werden die Iglus keineswegs im Inuit-Stil. Ein stabiler Ballon wird mithilfe von Schneeräsen eingeschneit, der Schnee verfestigt und anschließend die Luft aus dem Ballon ausgelassen. Auf die eisigen Betten werden dicke Thermounterlagen gelegt, darauf Rentier- oder Lammfelle. Fest eingepackt in einen Polarschlafsack, sollte die Nacht trotz leichter Minusgrade kuschelig warm sein. Heiratsanträge und Hochzeitsnächte zählen zu einem wichtigen Bestandteil des Geschäfts. Das gilt auch für die White Lounge, das Igluhotel von Mayrhofen im Zillertal. Für die exklusiven Suiten auf dem Berg wurde für den kommenden Valentinstag ein spezielles Package geschnürt. Nach der Chill-out-Musik an der Eisbar, Fondue und Fackelwanderung geht’s mit einem Gläschen Sekt in die Iglusuite, um sich schließlich im Doppelschlafsack zusammenzukuscheln.

Internetlinks:

schneedorf.com (Hochötz)
iglu-village.at (Kühtai)
white-lounge.at (Mayrhofen)
alpeniglu.com (Hochbrixen)
ice-camp.at (Kitzsteinhorn)
iglu-lodge.de (Oberstdorf)
iglu-dorf.com

 
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