Eine Landschaft wie hingemalt
Von | 09.08.2012 - 09:58
Die Hohen Tauern waren über Jahrtausende eine mehr gefürchtete, als geschätzte Gebirgslandschaft, über die nur wenige Saumpfade führten. Heute ist das Wandern in den Hohen Tauern auch für viele Städter ein Genuss. Einen bequemen und gefahrlosen Streifzug durch die faszinierende Welt der Tauernberge eröffnet sich für all jene, die symbolisch bereits auf dem Salzburger Mozartplatz zu den Hohen Tauern abzweigen. Im Salzburg Museum hängen erlesene Alpinmotive der besten Bergporträtisten. Einer davon ist der an der Wiener Akademie ausgebildete Adolf Obermüllner (1833- 1898), der sich in das Stubachtal bei Uttendorf verschaut hatte. Ihm verdanken wir das Gemälde "Weißsee mit Rudolfshütte", das aus doppelter Sicht interessant ist. Einerseits zeigt es den mächtigen Sonnblickgletscher, wie er in den See kalbt (wenn Eis in das Wasser fällt) und anderseits die winzig kleine Ur-Rudolfshütte am Ufer des Weißsees.
Heute ist es umgekehrt, der Gletscher hat sich zurückgezogen und die Rudolfshütte ist gewachsen. Aber auch sonst hat sich einiges geändert: Großartige Wege und Klettersteige durchziehen die hochalpine Landschaft, zwei Gletscherlehrpfade bringen das ewige Eis näher und sogar Cross-Country-Golf kann mit einer entlehnbaren Spezialausrüstung auf den naturbelassenen Plateaus gespielt werden. Das paradiesische Stubachtal ist aber auch die Keimzelle der Nationalparkidee, denn hier erstand der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter August Prinzinger (1851-1918) erste Flächen für den Verein Naturpark.
Das unbeschreiblich schöne Naturerlebnis in der kristallklaren Luft am Fuße der Dreitausender, oder eigentlich beinahe schon auf Augenhöhe mit diesen, ist heute noch genauso eindrucksvoll wie damals. Also raus in die frische Luft und mit der Gondelbahn ab dem Enzingerboden zum sensationell günstigen Berg-und-Tal-Tarif von fünf Euro hinauf zum Berghotel Rudolfshütte fahren. Am kommenden Sonntag um 9.30 Uhr startet hier auf 2315 Metern Seehöhe unter fachkundiger Betreuung der Salzburger Almsommer Wandercup. Die einfachere Tour hat den großartigen Aussichtsberg Medelzkopf (2760 m) zum Ziel, die anspruchsvollere Runde folgt den Spuren des Gletschers und dem Hans-Gruber-Weg um den Weißsee. Für eher bodenständige Boulder-Spezialisten stehen am Ufer des Sees zehn Granitblöcke zur Verfügung und wer es ganz authentisch liebt, könnte ja noch im neuen Mittersiller Nationalparkzentrum vorbeischauen und dort das Gletschereis befühlen.
Weitere Infos unter: www.wandercup.at
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KOMMENTARE (1)
Charleigh Charleigh
31.08.2012
20:46 Uhr
Hallo Fox,herzlichen Dank ffcr Deinen ausffchrlichen Kommentar. Ja es ist kaum zu glauben, dass viele Menschen die Schf6nheit der Natur zum einen nicht zu sche4tzen wiessn und es zum anderen fertig kriegen, u. a. Tierarten auszurotten, die auf unserem Planeten seit Millionen von Jahren angesiedelt sind. So sind beispielsweise viele Haiarten akut vom Aussterben bedroht. Haie ze4hlen zu den Urfischen, weil sie sich seit fcber 400 Millionen Jahren kaum vere4ndert haben. Das was Du fcber den Mfcll in der Landschaft schreibst, ist ein trauriges Beispiel unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Der Respekt vor dem Leben und der Natur geht immer mehr dahin. Das tut Umweltfreunden in der Seele weh.Hallo Rene9,auch an Dich vielen Dank ffcr Deinen Ko
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