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Klaus Maria Brandauer pflegt traditionelles Gottesbild

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Der Schauspieler Klaus Maria Brandauer pflegt ein eher traditionelles Gottesbild: "Ich bin überhaupt nicht beleidigt, wenn er einen weißen Bart hat und schöne weiße Haare."

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Klaus Maria Brandauer. Bild: SN/GEPA pictures

Klaus Maria Brandauer.

Bild: SN/GEPA pictures

Brandauer auf der Bühne. Bild: SN/dpa

Brandauer auf der Bühne.

Bild: SN/dpa


Befragt zu seinen Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod, antwortete der Katholik der "Bild am Sonntag": "Danach ist entweder nichts, das heißt, ein Schlaf, in dem wir nicht einmal mehr Träume, also ein Bewusstsein,haben, oder wir sitzen alle herum und unterhalten uns miteinander." In letzterem Falle wären auch Gestalten wie "der Mozart, der Goethe, der Shakespeare" oder "der Schiller" mit von der Partie. "Vielleicht noch ein paar schlimmere Buben, deren Namen ich jetzt nicht nenne". Die säßen dann allerdings in der Hölle.

Brandauer ist am Mittwoch um 20.15 Uhr in dem ARD-Film "Die Auslöschung" zu sehen. Darin spielt der Mime mit deutschen und österreichischen Wurzeln einen Kunsthistoriker, der an Alzheimer erkrankt und mit Hilfe seiner Frau aus dem Leben scheidet. Er selbst, so Brandauer, habe zum Thema Sterbehilfe noch "viele unfertige Gedanken", die er nicht öffentlich äußern wolle.

"Ich nehme meine Heimat an"

Brandauer sucht immer wieder den Kontakt und Austausch mit Kirchenvertretern. So diskutierte er etwa bei einer Podiumsveranstaltung 2010 mit dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn in der Österreichischen Nationalbibliothek über "Gott und Teufel". Dabei berichtete Brandauer etwa von seiner Kindheit und katholischen Erziehung in seiner Heimat Altaussee. Bis heute stehe er zu dieser Herkunft: "Ich bin in dieses Land, in seine christliche Kultur und Religion hinein geboren worden, und ich nehme das alles an". Als reizvoll empfinde er den christlichen Glauben nicht zuletzt deshalb, da in ihm "auch alle anderen Religionen und Weltanschauungen ihren Platz haben dürfen".

Nur wenige Monate zuvor hatte Brandauer darüber hinaus vor Papst Benedikt XVI. bei einer Veranstaltung zum Gedenken an den Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen Texte von Goethe, Heine, Brecht und Celan sowie zwei Gedichte von Kindern aus dem KZ Theresienstadt rezitiert.

 
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