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Hasselhoff im Interview: "Ohne Österreich keine Karriere"

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Die Stones sind neidisch auf ihn und am Mauerfall war er doch irgendwie beteiligt. US-Star David Hasselhoff im SN-Interview.

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David Hasselhoff auf der Bühne des Gmundner Stadttheaters. Bild: SN/feitzinger

David Hasselhoff auf der Bühne des Gmundner Stadttheaters.

Bild: SN/feitzinger

„The Hoff“ im Interview. Bild: SN/feitzinger

„The Hoff“ im Interview.

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. . . auffällig: die blonde Badenixe auf dem T-Shirt. Bild: SN/feitzinger

. . . auffällig: die blonde Badenixe auf dem T-Shirt.

Bild: SN/feitzinger

David Hasselhoff wie man ihn aus dem TV kennt: in „Baywatch“-Aufmachung. Bild: SN/APA/TOBIAS PRIETZEL

David Hasselhoff wie man ihn aus dem TV kennt: in „Baywatch“-Aufmachung.

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David Hasselhoff wie man ihn aus dem TV kennt: in „Baywatch“-Aufmachung. Bild: SN/EPA

David Hasselhoff wie man ihn aus dem TV kennt: in „Baywatch“-Aufmachung.

Bild: SN/EPA

Der 61-Jährige bei seinem Open Air am Samstag in Gmunden. Bild: SN/aktivnews

Der 61-Jährige bei seinem Open Air am Samstag in Gmunden.

Bild: SN/aktivnews

Der 61-Jährige bei seinem Open Air am Samstag in Gmunden. Bild: SN/aktivnews

Der 61-Jährige bei seinem Open Air am Samstag in Gmunden.

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Der 61-Jährige bei seinem Open Air am Samstag in Gmunden. Bild: SN/aktivnews

Der 61-Jährige bei seinem Open Air am Samstag in Gmunden.

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Die Fans waren vom Auftritt des wohl berühmtesten Bademeisters der Welt begeistert. Bild: SN/aktivnews

Die Fans waren vom Auftritt des wohl berühmtesten Bademeisters der Welt begeistert.

Bild: SN/aktivnews


David Hasselhoff ist ein Phänomen. Der US-Amerikaner kann weder besonders gut singen noch schauspielern. Dennoch ist er als TV-Star und Sänger "weltberühmt in Österreich". Am Wochenende gastierte der "Baywatch"-Star in Gmunden bei einem Vier-Tage-Festival, das einzig und allein seiner Person gewidmet war. Vor lauter Verbundenheit zu Österreich hat er sogar seinen Geburtstag in Oberösterreich gefeiert.

SN: Sie haben Ihren 61. Geburtstag mit einer Bergtour auf den Feuerkogel zelebriert. Nicht gerade hollywoodtypisch, oder?
Hasselhoff: 61? Wirklich? Ich fühle mich nicht wie 61 - in meinem Kopf bin ich immer noch 39. Vielleicht habe ich mir deshalb vorgenommen, auf einen Berg zu steigen. Und das, obwohl eure Berge verdammt hoch sind! Aber ich bin in guter Form. Österreich ist überhaupt ein guter Platz, um in Form zu bleiben. Ich kann dieses Land nur jedem empfehlen.

SN: Österreich liegt Ihnen offenbar am Herzen.
Hasselhoff: Ich war schon überall in Österreich. Die Leute sind wahnsinnig nett. Es ist verrückt: Man trifft Leute, die nicht einmal Englisch sprechen, aber die dich mit großen Augen ansehen und einfach nur "Hasselhoff" sagen. Das macht einen stolz.

SN: Können Sie sich erklären, wieso Sie gerade in Österreich so populär sind?
Hasselhoff: Meine Karriere als Sänger hat 1987 in einer Stadt, ich glaube sie heißt Wiener Neustadt, begonnen. Damals bin ich mit einer Kopie von K.I.T.T. (das sprechende Auto aus der Serie "Knight Rider", Anm.) eingeflogen und habe aus dem Wagen heraus gesungen. Und heute gibt es hier sogar ein "Hoff Fest".

SN: Wie war Ihre erste Reaktion, als Sie gehört haben, dass es ein Festival nur um Ihre Person geben soll? Verrückte Österreicher?
Hasselhoff: Nein, ich habe mir gedacht: "Toll, das machen wir!" Für mich ist das eine gute Gelegenheit, um mich bei den Österreichern zu bedanken. Man kann es ganz direkt sagen: Ohne Österreich hätte ich keine Karriere. Vor einigen Jahren habe ich mit Ron Wood gequatscht (Gitarrist der Rolling Stones, Anm.). Er hat mich darauf angesprochen, dass ich hier mehr Karten verkaufe als die Stones. Paul McCartney, Elton John - sie alle wissen, wie erfolgreich ich in Österreich bin.

SN: Das liegt aber wohl vor allem an Ihren Hits aus den 90ern.
Hasselhoff: Na und? Wir machen gerade eine neue Show, "We love the 80s and 90s", moderiert von mir, "The Hoff". Und da haben wir alle Topbands der 80er und 90er drinnen. Wir haben die Show zuletzt in Norwegen gebracht. Als ich dabei "Looking for Freedom" gesungen habe, sind alle völlig durchgedreht. Der Song hat angeblich eine ganze Generation da oben geprägt.

SN: Es gab Gerüchte, dass Sie Ihrer Verlobten Hayley in Gmunden einen Heiratsantrag machen könnten . . .
Hasselhoff: Ich hab von diesen Gerüchten gehört. Gerade heute erst haben wir eine hübsche Kirche gesehen (lacht, Anm.). Nein, ernsthaft: Da ist nichts dran.

SN: Sie sind an einer Bewegung beteiligt, die gegen den Abriss eines Teils der Berliner Mauer protestiert. Publicity oder eine Herzensangelegenheit?
Hasselhoff: Eine Herzensangelegenheit! Wir machen gerade sogar eine Dokumentation über mich und die Berliner Mauer - das sagt wohl alles. Ich war mindestens 20 Mal an der Mauer und ich war auch da, als die Mauer gefallen ist.

SN: Sie sind sogar direkt an der Mauer aufgetreten.
Hasselhoff: Ja, ich habe damals "Looking for Freedom" gesungen - und das hat den Menschen in Ostdeutschland wirklich was bedeutet. Ich hab mich vor Kurzem zufällig mit zwei Männern unterhalten. Der eine war aus Ostberlin, der andere aus Westberlin. Der Mann aus Westberlin hat gleich gemeint, ",Looking for Freedom‘ war ein toller Song". Der Ostberliner ist ihm ins Wort gefallen und hat gesagt: "Nein, es war kein toller Song, es war DER Song, es war UNSER Song."

SN: Sie glauben aber dann doch nicht, dass Sie die Mauer zu Fall gebracht haben, oder?
Hasselhoff: Die Menschen aus dem Osten wurden von den westlichen Medien und der westlichen Musik förmlich überrannt. Und das innerhalb kürzester Zeit. Zu dieser Welle hat freilich nicht nur "Looking for Freedom" gehört, aber der Song war ein Teil davon. Die Ostdeutschen konnten kein Englisch sprechen, aber sie wussten, wie man das Wort "Freedom" singt - das ist doch cool, oder?

Dieser Artikel ist aus der gedruckten Ausgabe der "Salzburger Nachrichten".
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