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Salzburger Gartenparadiese

Von Anton Kaindl | 21.06.2012 - 11:20

Grüne Daumen. Am Wochenende kann man einige der schönsten Gärten in Salzburg besuchen. Etwa den Bauerngarten des Vorderrainhofs in Leogang.

Salzburger Gartenparadiese

Martina Scheiber im Bauerngarten des Vorderrainguts in Leogang. Bild: SN/



Einige der schönsten Gärten im Land Salzburg können am Wochenende beim Tag der offenen Gartentür bewundert werden. Gartenfreunde können sich dabei Anregungen holen und mit den Besitzern der Gärten Erfahrungen austauschen.

Mit dabei ist auch die Familie Scheiber vom Vorderraingut in Leogang, das seit 1698 besteht. Der herrlich gelegene Hof hat einen traditionellen Bauerngarten, um den sich Bäuerin Martina Scheiber und vor allem ihre Schwiegermutter Lisi kümmern. "Es ist nicht mehr wegen der Ausbeute", sagt Lisi Scheiber. "Ich habe das einfach immer schon gern gemacht. Früher hatten viele Leute einen großen Hausgarten, weil es in den Geschäften nicht viel zu kaufen gab. Gemüse gab es dort fast überhaupt nicht. Als Kinder mochten wir Tomaten nicht, weil wir sie nicht kannten. Jetzt lieben wir sie."

Neben dem Hausgarten hatte die Familie früher auch einen Krautgarten, erzählt Lisi Scheiber. In diesem wurde, wie der Name schon sagt, Kraut angebaut, aus dem Sauerkraut für den Winter gemacht wurde. Außerdem Rüben, die während der kalten Jahreszeit an die Tiere verfüttert wurden. Kräuter, die man etwa gegen körperliche Beschwerden benötigte, holte man sich aus der Natur.

Heute hat der Bauerngarten der Familie rund 150 Quadratmeter. Hier wachsen verschiedene Beeren und Kräuter, Blumen, Salate, Kohlrabi, Karfiol, Karotten, Erdäpfel, Rüben und vieles mehr. Umgeben ist der Garten stilecht von einem Pinzgauer Zaun und Buchs. "Der Buchs lässt sich gut formen und ist bei uns heimisch", sagt Lisi Scheiber.

Arbeit sei es schon viel, sagt sie. "Wie viel, weiß ich nicht. Wenn du den Garten sauber haben willst, musst du jeden Tag raus. Gießen tue ich aber nur, wenn es unbedingt nötig ist. Damit es richtig gut wächst, muss die Natur helfen. Und ein bisschen Unkraut schadet auch nicht. Wichtig ist, dass man den Boden ab und zu lockert."

Den Tag der offenen Gartentür gebe es zum dritten Mal, sagt Organisatorin Marianne Wartbichler vom Landesverband der Obst- und Gartenbauvereine. "Der Garten wird wieder immer mehr zum Thema. Viele Leute lieben die Gartenarbeit als Ausgleich. Beim letzten Mal nahmen 23 Gärten teil und es kamen 6000 bis 7000 Besucher." Derzeit gebe es in Salzburg 45 Obst- und Gartenbauvereine mit rund 9000 Mitgliedern, sagt Wartbichler. Tendenz steigend. "Immer mehr Leute lassen ihr Obst wieder pressen. Auch Teiche im Garten erleben einen Boom."

 
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