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Salzburger Film auf dem Weg zur Berlinale

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Erfolgsmeldung: Der aus Salzburg stammende Film "Deserteur!" wird bei der Berlinale gezeigt.

Salzburger Film auf dem Weg zur Berlinale

„Deserteur!“, ein Film über Kriegsdienstverweigerer von Gabriele Neudecker, wird in Berlin zu sehen sein.  Bild: SN/PONY PRODUCTIONS



"Die Freude ist groß. Wir haben natürlich darauf angestoßen", jubelt Gabriele Neudecker. Ihr Film "Deserteur!" zeigt Schicksale von Kriegsdienstverweigerern aus dem Raum Salzburg und Oberösterreich. Jetzt kam eine Einladung zur Berlinale. "Der Film läuft nicht im Wettbewerb. Unter Betreuung der Austrian Film Commission wird er aber mehrfach in Berlin zu sehen sein. Das ist nicht nur eine große Auszeichnung. Dadurch öffnen sich hoffentlich auch viele Türen", sagt Neudecker.

Sie schildert: "Mit ,Deserteur‘ habe ich meinen ersten abendfüllenden Kinofilm selbst produziert. Salzburg spielt, anders als es die Salzburger Fördergeldgeber immer wieder darstellen wollen, leider nur eine marginale Rolle im österreichischen bzw. internationalen Filmgeschehen. Das, obwohl an der Salzburger Fachhochschule in Puch viele interessante Nachwuchsprojekte entstehen." Neben "Deserteur!" seien "aber auch die neusten Kinofilme von Wolfram Paulus, Michael Pfeifenberger und Harald Friedl im aktuellen Katalog der Austrian Film Commission gelistet. In der Next-Generation-Abteilung ist wenigstens ein Salzburger vertreten, nämlich David Gross".

Der Paulus-Film "Blutsbrüder teilen alles" wird wie "Deserteur!" heuer in die Kinos kommen. Harald Friedls "What Happiness Is" und David Gross’ "Holy Waters" waren bereits in Salzburg zu sehen.

Neudecker wird mit ihrem Miniteam in Berlin vertreten sein und "schauen, was sich da so auftut. Es ist ja die gesamte deutschsprachige Kinowelt in Berlin vertreten".

Die in Köstendorf lebende Filmemacherin ist aktuell mit zwei Projekten beschäftigt. Zum einen mit einer Dokumentation über das Islandpferd.

Zum anderen mit einer Langzeitdokumentation über die Genitalverstümmelung afrikanischer Frauen. "Ich war letzte Woche ein weiteres Mal in Afrika, um zu drehen. Ich arbeite mit einer Frauenorganisation zusammen. Es sind unglaubliche Dinge, die da passieren. Diese Rituale sind stark in den dörflichen Gesellschaften verwurzelt. Es dauert sicher viele Jahre, bis sich da etwas ändern wird. Warum das nicht zu stoppen ist, bleibt uns Europäern dauerhaft ein Rätsel."

 
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