Der Künstler im Heustadel
Von Anton Kaindl | 19.06.2012 - 13:57

Wolfgang Tanner vor einem japanischen Knöterich, dem Foto vom Knöterich und seinem Atelier Mühlrain. Bild: SN/KAINDL
Wolfgang Tanner - Maler, Fotograf und Lebenskünstler aus Saalfelden ist ein Mann, der ununterbrochen nachzudenken scheint. Er spricht gern über die Welt, aber nicht über sein Leben oder über sein Werk, obwohl es viel zu erzählen gäbe. "Es zählt nur das Hier und Jetzt", sagt er. Und dass ihn hochgeistige Gespräche über Kunst nerven. "Kunst muss Spaß machen."
Wer etwas über Tanner und sein Werk wissen will, muss sich schon zu ihm bequemen. Am kommenden Freitag lädt Tanner ab 20 Uhr in sein Atelier Mühlrain in Saalfelden. Dieses Atelier verrät viel über den Menschen hinter dem Künstler. Man fährt von Saalfelden Richtung Leogang. Direkt vor der Urslaubrücke steht rechts in einer Wiese ein gemauerter Stadel. Hier lebt und arbeitet Tanner seit 14 Jahren. Zumindest im Sommer. Im Winter reist er meist nach Indien. Rundherum gibt es nur Felder. Der nächste Nachbar ist mehrere Hundert Meter entfernt. Tanner sieht sich als Privilegierter, auch dank den Stadelbesitzern, die ihn hier wohnen lassen.
Tanner hat sich als Künstler nie angepasst. Ob er etwas verkaufe, sei ihm egal, sagt er. Seit 2008 widmet er sich vor allem der Fotografie. Die Motive sind meist Strukturen in der Natur. "Entdeckungsreisen" nennt er seine Fotoausstellung in Mühlrain. Um 22 Uhr wird Peter Ratzenbeck spielen, danach gibt es Psychodelic Rock mit Zyonarte. Der Eintritt ist frei.
Mitteilungen




KOMMENTARE (0)