Bei Schneesturm bitte warten
Von (sn-schö). | Aktualisiert vor 109 Tagen

Hunderte Gäste waren im Jänner auf dem Arlberg eingeschneit. Nichts ging mehr. Wer drinnen war, konnte nicht mehr raus, wer draußen war, nicht rein. Unfreiwillig mussten viele Urlauber länger bleiben als geplant oder konnten ihre Ferien erst verspätet antreten. Aus Kulanz verzichteten Hoteliers auf das Geld für die zusätzlichen oder entfallenen Nächtigungen, verpflichtet wären sie in vielen Fällen nicht dazu gewesen.
Rund 112 Mill. Euro, lauten die Schätzungen der Europäischen Reiseversicherung, entgehen der heimischen Hotellerie alljährlich aufgrund von nicht versicherten Stornierungen. "Immerhin drei bis sechs Prozent der Buchungen werden in der Ferienhotellerie storniert", sagt der Vorstandsvorsitzende Martin Sturzlbaum.
Während Reisebüros verpflichtet seien, bei der Buchung den Klienten eine Stornoversicherung anzubieten, falle dies bei selbst gebuchten Urlauben weg. Bei Buchungen übers Reisebüro seien 62 Prozent der Reisen abgesichert, bei Autoreisen lediglich 15 Prozent. "Gerade im Winter wissen viele gar nicht, dass sie im Fall von Muren- und Lawinenabgängen, Schneechaos oder Hubschrauberbergungen unversichert unterwegs sind", sagt Sturzlbaum. Eine Hubschrauberbergung koste in Österreich zwischen 2000 und 7000 Euro, "liegt der Verletzungsgrad unter einem von der Sozialversicherung definierten Index, muss der Patient für diese Kosten selbst aufkommen", betont der Versicherungsexperte. Die Kreditkarte im Sack nutze jedenfalls nicht in jeder Lage. "Die Stornierung eines Hotelarrangements ist damit nicht gedeckt."
Die Europäische Reiseversicherung versucht deshalb, die Hoteliers als Versicherungsmakler zu gewinnen. Bucht ein Gast, kann er eine "Hotelstorno Plus" anbieten. Kostenersatz gibt es bei Stornierungen, Reiseabbruch, verspätetem Antritt des gebuchten Aufenthalts, unfreiwilliger Verlängerung sowie Such- und Bergungskosten. Der Hotelier erhält beim Verkauf des Versicherungspakets 21 Prozent Provision "und erspart sich im Ernstfall viel Diskussion und Arbeit", betont Sturzlbaum. Kostenersatz für nicht gedeckte Stornierungen müsste der Hotelier am Wohnort des Gastes einklagen, "egal ob das in Holland oder Russland ist". Bis dato zählt die Europäische Reiseversicherung 3300 Partner in der heimischen Ferienhotellerie.
Mehr Lifestyle
- Song Contest: Thomas D drückt Österreich die Daumen
- Kalligrafie für Westwood
- Lady Gaga überzeugt "Spione" bei Konzert in Manila
Mehr Genuss
Manfred Koch, Walter Müller: Aus.Amen! - Hexenspiel
Das Krimi-Programm des Wiener Molden-Verlages entwickelt sich zunehmend zum Geheimtipp für... ›
Universum: Das Große Barriere Riff - Vom Riff zum Regenwald
3000 Einzelriffe und 600 Inseln verketten sich zu einer 2200 Kilometer langen Struktur entlang der... ›
Bergfrühling unter der Reiter Alm
Die Halsalm über dem Hintersee mit herrlichen Ausblicken auf die Berchtesgadener Bergwelt ›
Plätten oder Fuhr
Plätten sind die kiellosen, hölzernen Arbeitsschiffe, die im Alpen-Donauraum für die verschiedensten Anwendungen genutzt werden. Aufgenommen von "Marianne Robl". ›
Song Contest: Thomas D drückt Österreich die Daumen
Was macht ein angesehener Hip-Hopper wie Thomas D von den Fantastischen Vier ausgerechnet bei einem... ›
Doppelt hält besser
Marcia Kilgore ist ein Multitalent. Sie hat als Personaltrainerin Stars wie Madonna Beine gemacht.... ›
Der Jakobsweg - Ans Ende der Welt und zurück
Jakobsweg. Mit unvergesslichen Eindrücken ist der Bad Vigauner Gemeinderat Michael Neureiter von... ›
Sportlich, größer und teurer
Neuauflage. Mit dem 3er BMW wollen die Bayern neue Maßstäbe in der Mittelklasse setzen. Beim Design... ›
Südkoreanischer Künstler ersteigert Dorf
Ein Künstler aus Südkorea hat das verlassene Dorf Courbefy in Frankreich ersteigert. Er habe den Ort in Westfrankreich am Montag für 520 000 Euro gekauft, bestätigte der Anwalt Paul Gérardin. ›
Dora Bakoyannis: Athens erste Bürgermeisterin
Dora Bakoyannis wurde als erste Frau Athener Bürgermeisterin und griechische Außenministerin. Jetzt könnte sie über ihren Schatten springen und in die konservative "Neue Demokratie" (ND) zurückkehren, aus der sie vom Parteichef Antonis Samaras vertrieben worden war. Samaras selbst hatte die ND 1992 als Außenminister verlassen, um seine eigene rechtsstehende Partei POLA ("Politischer Frühling") zu gründen, die bei den Wahlen 1993 fünf Prozent der Stimmen ... ›
Mitteilungen










KOMMENTARE ()
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare veröffentlicht.