Schieben macht es bequemer
Von | 28.08.2012 - 14:20

Junge Familien und die ältere Generation sind Zielgruppe des B-Max. Bild: SN/FORD
Ein Kleiner, der viel Platz bietet; ein Van, bei dem die hinteren Schiebetüren für besonders leichten Ein- und Ausstieg sorgen; ein multifunktionaler Wagen, der motorisch neue Wege zur Sparsamkeit im Verbrauch findet - das alles will Ford mit dem neuen B-Max, dem ersten Minivan auf Fiesta-Basis, bieten und hat damit erstmals ein Angebot in einem zuletzt stark wachsenden Segment."Das wichtigste Ziel dieses Modells war der leichte Einstieg", erklärt der Projektleiter für Karosserieentwicklung, Karsten Foese, "und dazu mussten die Kapazitäten für fünf Passagiere und Gepäck passen." In der Tat ist das Raumangebot sehr gut geworden, bleibt viel Flexibilität durch Umlegen der Rücksitze (40:60) und des Beifahrersitzes, womit sich 2,35 Meter Durchlademöglichkeit ergeben.
Das Auffälligste aber sind die hinteren Schiebetüren, womit der B-Max über keine B-Säulen verfügt. "Nein", sagt Foese, "so stimmt das nicht. In den Vorder- und Schiebetüren sind verstärkte Elemente integriert, die die Funktion übernehmen." Logische Folge: Die Techniker erwarten beim demnächst vorliegenden Euro-Crashtest-Ergebnis das Punktemaximum. Foese: "Wir machten 5000 Unfallsimulationen und 50 echte Tests. Alles passt." Und bei geöffneten Türen ergibt sich, eben ohne B-Säule, ein 1,5 Meter breiter Einstieg. Auf eine elektrische Option wurde bewusst verzichtet: "Zu teuer für diese Klasse." Eine Premiere im B-Segment stellt das optionale System "Active City Stop" dar: Vermeidung eines Aufpralls bis 15 km/h, erhebliche Folgenreduzierung bis 30 km/h. Ebenfalls neu: der automatische Notrufassistent bei Unfällen (Airbagauslösung oder Unterbrechung der Benzinzufuhr), der nach zehn Sekunden aktiv wird und die Zentrale des jeweiligen Landes erreicht.
Vier Benziner und zwei Diesel werden in Österreich angeboten. Interessanteste Neuheit ist der Einliter-Ecoboost-Dreizylinder-Benziner mit 100 oder 120 PS (jeweils 114 Gramm CO2), dem in der stärkeren Ausführung das "Downsizing" überhaupt nicht anzumerken (höchstens anzuhören) ist und der sich überraschend spritzig präsentiert. Dazu gibt es den 1,4-Liter mit 90 und den 1,6-Liter mit 105 PS sowie die Diesel (1,5/75 bzw. 1,6/95, dieser mit 104 Gramm CO2). In Österreich werden drei Ausstattungen (Ambiente ab 16.800, Trend ab 18.950 und Titanium ab 20.550 Euro) angeboten. "Wir wollen heuer noch 500, 2013 dann 1500 Stück verkaufen", sagt Tom Hörmann, Marketingleiter bei Ford Austria. Der Vorverkauf läuft (schon 100 Verträge wurden bereits "blind" ausgefertigt), bei den Händlern ist der B-Max ab 19. Oktober.
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