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Lkw: Auspuffrohr wird überflüssig

Von Othmar Behr | 20.06.2013 - 10:23

Die neue Lastwagen-Generation rollt mit drastisch reduzierten Abgaswerten heran.

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Tschann-Chefmechaniker Manfred Ziegler macht beim Schlitz zur Freisetzung der gereinigten Luft einen Weiß-Test. Bild: SN/othmar behr

Tschann-Chefmechaniker Manfred Ziegler macht beim Schlitz zur Freisetzung der gereinigten Luft einen Weiß-Test.

Bild: SN/othmar behr

Die Übernahme (v. l.): Unternehmerpaar Günther und Elisabeth Wölfl, Kilian Grothusen (Fa. Wölfl), Siegfried Schosser (Tschann-Werkstättenleiter), Enrico Simma (Tschann-Geschäftsführer), Peter Gastager (Verkäufer). Bild: SN/othmar behr

Die Übernahme (v. l.): Unternehmerpaar Günther und Elisabeth Wölfl, Kilian Grothusen (Fa. Wölfl), Siegfried Schosser (Tschann-Werkstättenleiter), Enrico Simma (Tschann-Geschäftsführer), Peter Gastager (Verkäufer).

Bild: SN/othmar behr




Die neuen verschärften EU-Abgasvorschriften (Euro 6) für Lkw treten ab 1. September 2014 für die Typzulassung in Kraft. Immer mehr Salzburger Fuhrunternehmer setzen sich aber jetzt schon mit diesem Thema auseinander.

Nach der Auslieferung von sechs Mercedes-Euro-6-Lastwagen an vier Salzburger Betriebe Anfang dieses Monats begann am Freitag bei Tschann Nutzfahrzeuge die Lkw-Zukunft. Der Transportunternehmer Andreas Wölfl aus Wals Siezenheim übernahm drei DAF-XF-Euro-6-Lkw.

Betriebe, die sich für Euro-6-Fahrzeuge entscheiden, nehmen deutliche Mehrkosten gegenüber der Anschaffung von Euro-5-Modellen in Kauf. Allerdings sind beim Kraftstoffverbrauch Reduktionen von bis zu zehn Prozent möglich.

Anton Gebert, Sprecher von Tschann Nutzfahrzeuge, stellte am Freitag fest: "Die neuen DAF-Euro-6-Lkw reduzieren die Emissionen auf einen kaum noch messbaren Restwert. Die hocheffektive Abgasreinigung führt zum verblüffenden Ergebnis, dass in hochbelasteten Regionen die Luft das Fahrzeug reiner verlässt, als sie angesaugt wurde." Sichtbares, besser gesagt, nicht sichtbares Unterscheidungsmerkmal zu den bisher gewohnten Lastkraftwagen ist beim neuen DAF XF das fehlende Auspuffrohr. Die Abgase werden zur Nachbehandlung durch ein elektronisch gesteuertes System mit Katalysator und Dieselpartikelfilter geleitet. Rückstände bleiben in einem speziellen Rußfilter. Die gereinigte Luft verlässt das Fahrzeug durch einen Schlitz in der Abgasanlange an der Seite des Fahrzeugs.

Die Firma Wölfl mit einer Flotte von 55 Fahrzeugen ist auf Mineralöl- und Chemietransport spezialisiert. "Nach fünf Jahren werden die Fahrzeuge gewechselt", sagte Geschäftsführer Günther Wölfl, "pro Jahr werden zehn Autos ausgetauscht". Im Fernverkehr sind die Lkw im Zwei- oder Dreischichtbetrieb unterwegs. Einige Fahrzeuge erreichen dabei die Grenze von 250.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr.

Hand in Hand mit der Innovation bei der Abgasbehandlung geht der Fortschritt bei der Bedienung der neuen DAF-Lkw. Sie haben nicht nur jeweils Tempomat mit Abstandsregelung zum vorausfahrenden Fahrzeug an Bord. Spezielle Programme und Leuchtinformationen halten die Lenker zu kraftstoffsparender Fahrweise an. Wenn es der Chef wünscht, kann er die Werte im Stammhaus via Telemetrie abrufen.

 
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