Autofahren wie früher
Von | 06.08.2012 - 14:53
Für den Vortrieb sorgen ein 60 PS starker Motor und ein Fünfgang-Schaltgetriebe, die Ausstattung beschränkt sich auf das Wesentlichste. Zwei Fensterheber zum Beispiel, einer links, einer rechts. Das Auto ist ohnehin so schmal, dass der Fahrer auf die Beifahrerseite greifen kann, um das Fenster rauf- oder runterzulassen. Für die Passagiere hinten genügen Ausstellfenster (wann gab es das zuletzt?), dazu zeigen die nicht voll verkleideten Türen Blech. So war Autofahren früher, zumindest vom Gefühl her. Denn auch in dem günstigen Stadtflitzer findet sich moderne Technik wie eine Antriebsschlupfregelung, ein Start-Stopp-System oder die Anlage zur Rückgewinnung der Bremsenergie.
Im Testbetrieb erwies sich der Dreizylinder-1,0-Liter-Benzinmotor als alltagstauglich - vor allem, weil das Auto mit 865 Kilogramm ein Leichtgewicht ist. Die Verbrauchswerte waren mit 5,7 Litern Superbenzin im 100-Kilometer-Schnitt zwar in Ordnung, aber auch nicht sensationell. Das Platzangebot im Viersitzer ist vorn sehr gut, hinten wird es eng. Das geringe Gewicht fordert vor allem bei Autobahnfahrten Tribut - im Auto wird es laut. Auch beim Zeichnen des Kofferraumdeckels haben die Ingenieure den Sparstift gespitzt. Die Ladekante liegt hoch, der Abstand zu den Rücksitzen ist gering - da muss jede Tasche in den Kofferraum eingefädelt werden. Sympathisch macht den Citigo, dass man trotz der Einfachheit nicht auf pfiffige Details verzichten muss. So gibt es etwa ein transportables Navigationssystem, das fix mit dem Auto vernetzt ist und auch die Aufgaben eines Bordcomputers übernimmt.
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