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Škoda. Preis und Leistung stimmen

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Mit dem gezielt erneuerten Superb ergibt sich die Chance, die arrivierten Hersteller in der Oberklasse noch ein wenig mehr zu ärgern.

Škoda. Preis und Leistung stimmen

Auf Oberklasse-Niveau um 26.000 Euro aufwärts: der neue Superb. Bild: SN/skoda



Natürlich führt an einem 5er-BMW oder Audi A6 nur schwer ein Weg vorbei, wenn Manager standesgemäß vorfahren wollen: 728 bzw. 683 Stück der ewigen Konkurrenten aus Bayern wurden in den ersten vier Monaten in Österreich neu zugelassen. Doch auf Rang drei - und damit vor der Mercedes E-Klasse - liegt ein Auto, dessen Qualitäten noch immer nicht alle potenziellen Kunden kennen: der Skoda Superb, der das Auto mit dem Stern mit 477:410 Stück hinter sich ließ.

Wie seine unmittelbaren Konkurrenten ist auch das edle Stück aus Tschechien als Limousine und Kombi erhältlich (wobei es bei Skoda richtigerweise Combi heißt). Vor allem der 4,83 Meter lange Combi, der 2009 auf den Markt kam, hat sich aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses (ab 26.700 Euro) und des großen Kofferraums (633 bis 1865 Liter) zu einem Liebling der Österreicher gemausert.

"Vier von fünf Kunden haben in den vergangenen Jahren den Combi bestellt und so wird es wohl auch weiterhin bleiben", sagt Max Egger, Chef des Österreich-Importeurs Intercar. Wobei man die ebenfalls 4,83 Meter lange Limousine nicht unterschätzen sollte: Das geniale Twindoor-Konzept, das den Zugang zum 595 Liter fassenden Kofferraum entweder herkömmlich (kleine Klappe) ermöglicht oder auf Knopfdruck auch gleich die gesamte Heckscheibe öffnet, wurde bisher von keinem anderen Hersteller kopiert. Jetzt, in der zweiten Generation, wurde der Öffnungsmechanismus noch einmal vereinfacht.

Was ist sonst noch neu am Superb? Auffallend ist vor allem das neue, sehr elegante Heck der Limousine. Die Frontpartie wurde bei beiden Modellen neu gezeichnet. Dass man auch im Innenraum Akzente setzte (etwa bei Farben, Stoffen und Lenkrädern), ist klar.

Und nicht zuletzt haben die Techniker auch die Motoren überarbeitet: Um bis zu 19 Prozent habe man den Verbrauch abgesenkt, versprechen die Tschechen. Ausprobiert haben wir den 140-PS-Diesel, auf den in Österreich fast drei Viertel der Verkäufe entfallen werden: völlig ausreichend selbst für ein Auto dieser Größe, manchmal etwas laut, aber sehr genügsam.

Hingegen zeigte sich der 1,4 TSI mit lediglich 125 Benzin-PS bei den Tests doch eher schwach. Daher wird er vom Importeur eher als preisliches Zugpferd denn als wirkliches Kundenmodell gesehen. Weiters zu haben ist der Superb als Benziner mit 160, 200 oder gar 260 PS, wobei alle Ottomotoren zusammen nur drei Prozent aller Kunden begeistern dürften.

Österreich ist gerade in dieser Klasse ein Dieselland und neben dem bereits erwähnten TDI mit 140 wird es auch Versionen mit 105 oder 170 PS geben; die beiden größeren Diesel werden auch mit 4-x-4-Antrieb angeboten. Gerade für ein gebirgiges Land wie Salzburg ein nicht unwesentliches Argument.

Los geht es Ende Juni mit Preisen ab 25.600 Euro: Der Combi ist jeweils um rund 1100 Euro teurer als die vergleichbare Limousine.

 
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