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Klimafragen sind oft Glaubensfragen. Martin Stricker setzt hier einen Kontrapunkt: Harte Fakten und punktgenaue Kommentare finden Sie hier zum Megathema Klimawandel.

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Wie viel darf die Zukunft kosten?

Von Martin Stricker | 15.07.2012 - 20:19

Als wäre Atomstrom gratis oder gar ohne Übernahme des Betriebsrisikos durch die öffentliche Hand rentabel.

Allein Frankreich hat seit den 50er-Jahren 228 Milliarden Euro in Atomstrom gesteckt. Die Kosten für die Endlagerung der abgebrannten Kernstäbe sind nicht eingerechnet, weil unbekannt. Getragen werden auch sie natürlich vom Steuerzahler. Natürlich trägt auch der Steuerzahler Risiko und Kosten allfälliger Unfälle.

Nuklearenergie ist also eine hochsubventionierte Angelegenheit. Ohne Kreditbürgschaften und Haftungsübernahmen durch die öffentliche Hand rentieren sich Bau und Betrieb von Atomkraftwerken nicht. Diese Kosten wurden und werden selbstverständlich nicht auf den Strompreis gerechnet, sondern aus den Budgets bezahlt.

Vor diesem Hintergrund relativiert sich wohl die Debatte über Förderungen der erneuerbaren Energien aus Sonne und Strom.

Abgesehen davon, dass es nicht wirklich eine Frage sein kann, wie viel eine lebenswerte Zukunft kosten darf.

 
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KOMMENTARE (1)
 

F H

20.07.2012
08:44 Uhr

Völlig richtig!!!!

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